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Die TSG Hoffenheim hat sich gegen Leverkusen durchgesetzt und mit 2:1 gewonnen. Dabei gerieten die Kraichgauer zunächst in Rückstand, konnten aber noch vor der Halbzeit ausgleichen. Nach dem Wechsel sorgte Skov für die Entscheidung.

Die TSG Hoffenheim hat die Partie gegen starke Leverkusener gedreht und 2:1 gewonnen. Dabei waren die Gastgeber über weite Strecken der Partie unterlegen, doch das Team von Peter Bosz ließ zahlreiche Großchancen ungenützt. Durch den Sieg bleibt Hoffenheim Siebter, rückt aber auf einen Punkt an die Werkself als Fünfter heran.

Hoffenheim dreht frühen Rückstand

Moussa Diaby (11.) brachte Leverkusen mit seinem zweiten Saisontreffer in Führung. Vor 24.489 Zuschauern drehten Andrej Kramaric (23.) und Robert Skov (65.) die Partie. Aufseiten der Leverkusener musste der Ex-Hoffenheimer Kerem Demirbay kurz vor Schluss mit Gelb-Rot vom Platz (90.+2). Bosz bot den in letzter Sekunde für 18 Millionen Euro verpflichteten Innenverteidiger Edmond Tapsoba noch nicht im Kader auf. Ohne Mittelfeldspieler Charles Aranguiz (Muskelfaserriss) und Winter-Zugang Exequiel Palacios, der das letzte Spiel seiner Rotsperre absaß, wurden die Gäste um ein Haar eiskalt erwischt. Hoffenheims Winter-Zugang Munas Dabbur scheiterte am glänzend reagierenden Bayer-Keeper Lukas Hradecky (2.).

Leverkusen nützt spielerische Überlegenheit nicht

Es war der Weckruf für die Werkself, die daraufhin ins Spiel fand und den Gastgeber mit einem sehr aggressiven Pressing immer wieder unter Druck setzte. Auch in Ballbesitz liefen die Leverkusener die Viererkette der Kraichgauer mit viel Tempo an. Nach schönem Anspiel von Karim Bellarabi ließ Diaby Innenverteidiger Stefan Posch mit einem Tunnel eiskalt stehen und schob den Ball an Philipp Pentke vorbei. Doch so ansprechend die Bosz-Elf in der gegnerischen Hälfte auch agierte, in der Defensive offenbarte sie immer wieder Lücken. So bediente Pavel Kaderabek den einlaufenden Kramaric, der freistehend traf, mit einem Querpass mustergültig. Kurz zuvor hatte Pentke den 0:2-Rückstand gegen Diaby vereitelt (19.).

Wenig geschockt vom Ausgleichstreffer nahmen die Leverkusener die Partie direkt wieder in die Hand und überzeugten mit schnellem Umschaltspiel, gut getimten Pässen in die Tiefe und gutem Kombinationsspiel - doch die von Bosz geforderte Effizienz vor dem Tor war erneut das große Manko. Bellarabi (28.) traf den Pfosten. Wenige Minuten später wurde sein Hackenschuss geblockt, im Nachschuss scheiterte Kevin Volland am sehr starken Pentke (33.), der sich kurz danach noch einmal gegen Kai Havertz auszeichnete.

Skov sorgt für Entscheidung

Bei stärker werdendem Regen gehörten die ersten Minuten nach dem Wechsel Hoffenheim. Hradecky hielt jedoch zunächst das Remis gegen Christoph Baumgartner (46.) und Kramaric (51.) fest. Beide Teams spielten mit offenem Visier, was zu hochkarätigen Torchancen führte. Havertz (52./55.) vergab auf der Gegenseite aussichtsreiche Möglichkeiten für die Gäste.

Kaltschnäuziger war dann Skov, der einen Abpraller unter die Querlatte schoss. In der Schlussphase parierte Pentke, der zum besten Hoffenheimer avancierte, einen Fernschuss von Havertz erneut stark. Kramaric verpasste mit einem Lattentreffer die Vorentscheidung (80.).

Der TSG droht derweil ein Ausfall von Stürmer Sargis Adamyan. Der 26 Jahre alte Armenier knickte gut 20 Minuten nach seiner Einwechslung um und musste wieder ausgewechselt werden. Trainer Schreuder sprach später von einer Sprunggelenksverletzung. "Es sieht nicht so gut aus. Ich wollte ihn eigentlich nicht wieder auswechseln, aber es ging nicht weiter", sagte der Niederländer. Wie lange Adamyan ausfällt, war zunächst offen. 

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