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Die Hoffenheimer gerieten durch einen Foulelfmeter in Rückstand. Torjäger Andrej Kramaric glich für die Kurpfälzer aus, ehe Ryan Sessegnon den Siegtreffer in Überzahl erzielte. Gladbach-Stürmer Thuram musste nach einer Spuckattacke gegen Stefan Posch mit Rot vom Platz.

Für das Team von Trainer Sebastian Hoeneß war es der erste Sieg gegen Gladbach seit dreieinhalb Jahren. Mit 15 Punkten beendet Hoffenheim das Jahr damit im Tabellen-Mittelfeld. Gladbach hingegen bleibt mit
18 Zählern hinter den Europapokalplätzen zurück. Die Borussen wirkten müde und spielten lange nicht so dominant wie sonst in Heimspielen.

Hoffenheim gerät durch Foulelfmeter in Rückstand

Beide Teams begegneten sich mit ähnlicher taktischer Ausrichtung und pressten jeweils gewohnt hoch. Aus dem Spiel heraus entwickelte sich zunächst wenig. Die besten Möglichkeiten waren jeweils zwei direkte Freistöße, die Stindl für Gladbach (14.) und Robert Skov für Hoffenheim (18.) nur knapp verzogen. Auch für die Führung der Borussen war ein überflüssiges Foul der Gäste vonnöten. Dennis Geiger ging in unkritischer Position im eigenen Strafraum allzu ungeschickt in den Zweikampf mit Thuram. Den fälligen Straftstoß verwandelte Kapitän Stindl gewohnt sicher.

Für den 32 Jahre alten Ex-Nationalspieler war es der sechste verwandelte Elfmeter in Serie und der vierte in dieser Saison. Damit ist der beste Gladbacher Torschütze in dieser Spielzeit der aktuell treffsicherste Bundesliga-Spieler vom Punkt. Weitere Treffer hätten schon in der ersten Hälfte dazu kommen können, doch vor allem Breel Embolo erwischte diesmal wieder einen unglücklichen Tag. Zwei Minuten nach der Führung lief der Schweizer nach Traumpass von Florian Neuhaus alleine auf TSG-Keeper Oliver Baumann zu und verzog kläglich um gleich mehrere Meter.

Kramaric und Sessegnon drehen die Partie

Gäste-Trainer Hoeneß reagierte zur Pause und nahm den unglücklichen Geiger vom Feld. Hoffenheim wurde offensiver, dadurch ergaben sich Räume für die Gladbacher zum Kontern, die diese aber nicht nutzten. Als die Kräfte bei den zuletzt arg beanspruchten Gladbachern nachließen, kam Hoffenheim nicht unverdient zum Ausgleich. Torjäger Kramaric stand bei seinem achten Saisontor viel zu frei. Nach Thurams Aussetzer kurz darauf kippte das Spiel dann komplett. Der französische Nationalspieler spuckte Stefan Posch ins Gesicht und sah dafür die Rote Karte (79.). Dem Angreifer droht dafür eine längere Strafe. Sessegnon schoss die Gäste in Überzahl dann zum Sieg (85.).

Trainer Marco Rose hat sich für die ekelhafte Spuckattacke seines Stürmers Marcus Thuram im Spiel gegen die TSG Hoffenheim (1:2) "auch im Namen des Vereins" entschuldigt. So eine Aktion "gehört nicht auf den Fußballplatz", sagte Rose und ergänzte: "Er ist ein feiner Junge, sehr wohlerzogen. Ihm sind die
Sicherungen durchgebrannt. Nur so kann ich es mir erklären." TSG-Trainer Sebastian Hoeneß nahm die "Entschuldigung von Marco an".

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