TSG-Hoffenheim-Stürmer Andrej Kramarić (hier im blauen Trikot der TSG Hoffenheim) springt nach seinem Treffer gegen den VfL Wolfsburg mit sternförmig ausgestreckten Armen und Beiden durch die Luft. (Foto: imago images, Avanti)

3:1-Sieg gegen Wolfsburg

Hoffenheims Andrej Kramarić knipst wieder

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Andrej Kramarić hat endlich sein erstes Saison-Tor geschossen. Sein 1:1 leitete die Wende zum Sieg gegen Wolfsburg ein. Beginnt nun die "sorgenfreie Saison", von der Coach Hoeneß spricht?

Nach dem Tor wollte Andrej Kramarić gar nicht mehr landen. Zu lange musste der Topstürmer der TSG Hoffenheim auf seinen ersten Saisontreffer warten. Also rannte er durch den Wolfsburger Strafraum und hob ab. Die Freude trug den 30-jährigen Kroaten anschließend mehrere Meter durch die Luft. Doch nach seinem Jubelsprung sprach der Torschütze im Interview mit SWR Sport nur von einem "bisschen Erlösung".

Er selbst habe nach fünf Spielen ohne eigenes Tor, mit mäßigen Ergebnissen und langsam lauter werdender Kritik an Trainer Sebastian Hoeneß keinerlei Druck verspürt. "Es war nicht das erste Mal in meiner Karriere, dass ich lange warten muss. Ich war nicht nervös. Ich wusste, dass die Chance kommen wird."

In Hoffenheim zweifelte niemand an Kramarić

Es war das Tor zum Ausgleich kurz vor der Halbzeitpause, das die Wende zum 3:1-Sieg gegen den VfL Wolfsburg einleitete. Für die TSG Hoffenheim war es erst der zweite Saison-Sieg, der den Kraichgauern immerhin einen Platz im Mittelfeld und etwas Vorsprung auf die Abstiegsplätze beschert. Das kommt Hoeneß' Wunsch nach einer "sorgenfreien Saison" deutlich näher, als es nach den beiden Spielen gegen Mainz (0:2) und Bielefeld (0:0) zu erwarten war.

Nun knipst auch Kramarić wieder, der vergangenen Saison mit 20 Toren so etwas wie die Lebensversicherung der TSG Hoffenheim war. Dass er zum Saison-Start Ladehemmungen hatte, war laut Mittelfeldspieler Christoph Baumgartner team-intern kein Thema: "Ich weiß, wie er arbeitet, ich weiß, wie fokussiert er ist, was für ein Selbstvertrauen er hat", sagte der Torschütze zum 2:1 im Interview mit SWR Sport. "Natürlich ist es nicht einfach. Er ist es nicht gewohnt, dass er so lange nicht trifft. Aber bei uns im Verein hat keine an seinen Qualitäten gezweifelt. Wir wussten, dass er früher oder später wieder treffen wird."

Auch Kadeřábek auf einem guten Weg

Dass auch Pavel Kadeřábek nach langwierigen Wadenproblemen mit einem Tor und einer Vorlage gegen Wolfsburg gezeigt hat, dass er sich wieder seiner Topform nähert, freute Hoeneß zusätzlich. Vor allem hat seine Mannschaft gegen Wolfsburg gezeigt, dass sie sich von Rückschlägen nicht aus der Bahn werfen lässt: "Ich habe aber eine Mannschaft gesehen, die auch nach dem 0:1 nicht aufgesteckt hat. Wir haben uns den Sieg erkämpft, der tut gut", sagte der Hoffenheim-Coach.

Kämpferisch wusste die TSG Hoffenheim zu überzeugen. Spielerisch lief es bei den Kraichgauern weniger gut. Daran muss Hoeneß vor dem Baden-Württemberg-Duell beim VfB Stuttgart (Sa. 02.10. / 15:30 Uhr) noch arbeiten. Ansonsten müssen Andrej Kramarić und die TSG Hoffenheim doch wieder landen - und zwar auf dem harten Boden der Tatsachen.

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