Jubel bei den Spielerinnen der TSG Hoffenheim (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | Bundesliga

Erst verschwenderisch, dann eiskalt: Hoffenheim braucht in Potsdam langen Anlauf

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Patrick Stricker

Die Fußballerinnen der TSG Hoffenheim halten Kontakt zur Bundesliga-Spitzengruppe. Bei Turbine Potsdam gab es am Freitag den fünften Sieg im achten Saisonspiel.

Die Kraichgauerinnen gewannen ihr Auswärtsspiel in Brandenburg am Ende verdient mit 3:1 (0:0). Katharina Naschenweng (49. Spielminute), Erëleta Memeti (64.) und Melissa Kössler (65.) erzielten die TSG-Treffer. Für Potsdam konnte Pauline Deutsch nur noch verkürzen (73.).

Hoffenheim in Potsdam: viele Chancen, keine Tore – vorerst

In der Anfangsphase der Partie taten sich beide Teams in Sachen Spielaufbau schwer. Die TSG biss sich an früh störenden Potsdamerinnen die Zähne aus, aber auch in die andere Richtung war der Weg wegen eines im Mittelfeld funktionierenden Hoffenheimer Pressings zugestellt. Räume für schöne Spielzüge und Kombinationsfußball? Absolute Fehlanzeige.

Das änderte sich nach einer guten Viertelstunde – und im verregneten Karl-Liebknecht-Stadion war plötzlich Einbahnstraßenfußball angesagt. Nahezu im Minutentakt erspielte sich die TSG nun eine gute Chance nach der anderen, der Führungstreffer wollte in der ersten Halbzeit aber partout nicht fallen: Chantal Hagel (20., 23., 26., 31.), Fabienne Dongus (24., 43.), Julia Hickelsberger (25., 31., 40.) oder Memeti (33.) hätten in dieser Phase früher oder später mindestens das 1:0 erzielen müssen.

Naschenwengs Traumtor erlöst verschwenderische TSG

Doch so frustriert die Hoffenheimerinnen in die Pause gingen, so effizient traten sie im zweiten Durchgang auf. Ein Traumtor von Naschenweng, die nach einem Memeti-Zuspiel von der Strafraumkante direkt abzog und den Ball im Toreck unterbrachte (49.), setzte dem Chancenwucher ein Ende.

Nur fünf Minuten später war es Memeti selbst, die sich nach ihrer Vorlage auch in die Liste der Torschützinnen eintragen konnte und zum verdienten 2:0 für die TSG erhöhte. Der dritte Treffer durch die gebürtige Potsdamerin und jahrelange Turbine-Spielerin Kössler sorgte für die frühzeitige Entscheidung (65.). Die Gastgeberinnen konnten durch das Tor von Deutsch nur noch auf 1:3 verkürzen (73.).

Hoffenheim hält Kontakt zur Spitzengruppe

In der Tabelle belegt Hoffenheim auch nach dem fünften Sieg im achten Saisonspiel weiter den vierten Platz. Der Vorsprung vor den Verfolgerinnen vom SC Freiburg (am Samstag ab 16 Uhr in Bremen im Einsatz) beträgt nun zumindest vorübergehend vier Punkte. Mit dem Tabellendritten Bayern München ist die TSG aktuell sogar punktgleich, der Rückstand auf Rang zwei (Eintracht Frankfurt) beträgt lediglich einen Zähler.

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Patrick Stricker

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