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Die Profi-Fußballer in Baden-Württemberg dürfen nun wieder das Training in Kleingruppen aufnehmen - allerdings unter strengen Auflagen.

Für die Fußballer unter anderen des VfB Stuttgart, des Karlsruher SC, des SC Freiburg oder der TSG Hoffenheim gelte jetzt eine Ausnahmegenehmigung unter "strengsten Abstands- und Hygiene-Auflagen", wie das Sozialministerium am Dienstag mitteilte.

Profis sollen zu Hause duschen

Die Trainingseinheiten dürfen aufgrund der Coronavirus-Krise nur im Freien und mit nicht mehr als fünf Spielern in einer Gruppe stattfinden. "Training von Spielsituationen, in denen ein direkter Kontakt möglich ist, sind zu unterlassen", heißt es in der Verordnung. Zudem werde den Profis empfohlen, bereits umgezogen zum Training zu kommen und zu Hause zu duschen.

Die Zeit mit lediglich individueller Heimarbeit ist auch für die Zweitliga-Profis des SV Sandhausen zu Ende gegangen. Einen Tag nachdem die Ausnahmeregelung für Baden-Württemberg in Kraft getreten war, trainierte die Mannschaft von Trainer Uwe Koschinat am Mittwoch erstmals in kleinen Gruppen. Die Einheiten blieben nach Vereinsangaben ohne Körperkontakt, die Profis duschten anschließend zu Hause. Seit Mitte März hatte kein Training mehr auf dem Vereinsgelände stattgefunden.

Bereits am Sonntag hatte das Sozialministerium angekündigt, dass die Zeit des ausschließlich individuellen Heimtrainings für den Profisport in Baden-Württemberg in dieser Woche vorbei sein wird.

Hoffenheim hatte das Mannschaftstraining am Montag wie geplant in kleinen Gruppen wieder aufgenommen. Trainer Alfred Schreuder zeigte sich nach einer ersten Einheit in Zuzenhausen begeistert. "Der ganze Tag ist super gelaufen, die Jungs haben sich richtig gefreut, wieder den Ball zu berühren.  Am Ende war ein großes Lachen in ihrem Gesicht", beschrieb der Niederländer das Training, das bei Sonnenschein und rund 20 Grad über die Bühne gehen konnte.

Genehmigung gilt bislang nur für den Fußball

Die Genehmigung gilt bislang allerdings nur für den Fußball. Für andere Profi-Mannschaften und weitere Berufsathleten soll die Erlaubnis unter Vorschriften in Kürze folgen. Für den Amateur- und Freizeitbereich bleiben sämtliche Sportstätten gesperrt.

Etliche Bundesligisten in anderen Bundesländern waren in der Zwangspause aufgrund der Coronavirus-Pandemie zuvor schon eingeschränkt auf die Trainingsplätze zurückgekehrt. Die Bundesliga und 2. Liga ruht bis mindestens 30. April.

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