Alfred Schreuder (Foto: Imago, imago images / Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga Wiedersehen unter Freunden: Hoffenheims Schreuder trifft auf Bosz

Die TSG 1899 Hoffenheim trifft auf einen hochgehandelten Gegner: auf Bayer Leverkusen. Trainer Schreuder sieht dabei nicht nur einen engen Freund wieder, sondern auch drei ehemalige TSG-Profis.

Für Alfred Schreuder ist das Spiel in Leverkusen auch ein Wiedersehen mit seinem niederländischen Kollegen Peter Bosz. Mit dem Bayer-Coach spielte er von 1991 bis 1993 bei Feyenoord Rotterdam und später bei NAC Breda. "Ich habe zu Peter ein super Verhältnis. Wir hatten ja damals die Fahrgemeinschaft und sind nach wie vor befreundet", erklärte Schreuder im "Kicker". "Wir tauschen uns oft aus; entweder treffen wir uns oder per Telefon und Skype."

Zudem trifft die TSG auf drei ehemalige Spieler, die von den Kraichgauern für insgesamt etwa 61 Millionen Euro Ablöse an Leverkusen verkauft wurden: Stürmer Kevin Volland (bereits 2016) und die Mittelfeldakteure Kerem Demirbay und Nadiem Amiri. Zudem ist Nationalspieler Kai Havertz eine herausragende Figur bei Bayer. "Leverkusen hat eine der geilsten Teams in der Liga, so wie sie Fußball spielen", sagte Schreuder.

Hoffenheim verpflichtet Locadia

Drei Tage vor der Partie besserte Hoffenheim noch seine dezimierte Angriffsabteilung mit dem niederländischen Stürmer Jürgen Locadia auf. Der 25-Jährige vom englischen Premier-Club Brighton & Hove Albion kommt auf Leihbasis, wie der Fußball-Bundesligist am Donnerstag bekannt gab. Locadia war im vergangenen Jahr für 17 Millionen Euro Ablöse von der PSV Eindhoven auf die Insel gewechselt, konnte dort aber nicht überzeugen. "Jürgen ist ein physisch starker Stürmer mit einer enormen Präsenz vor dem gegnerischen Tor. Er verfügt über einen hervorragenden Abschluss - sowohl mit dem rechten als auch mit dem linken Fuß", sagte Sportchef Alexander Rosen.

Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder hatte im Angriff zuletzt nur wenige Alternativen: Der kroatische WM-Zweite Andrej Kramaric fällt nach einem Eingriff am Knie aus, Ishak Belfodil kämpft nach einem Kreuzbandanriss um einen Stammplatz. Zudem wurden Joelinton (Newcastle United) und jetzt auch noch Adam Szalai (FSV Mainz 05) abgegeben. Bisher bestritt Neuzugang Ihlas Bebou, der von Hannover 96 gekommen war, alle Partien. "Bebou ist keine klassische Nummer 9. Er ist besser, wenn er von außen nach innen kommt", erklärte Schreuder vor der Partie bei Bayer Leverkusen am Samstag (15:30 Uhr).

Großes Gedränge im Hoffenheimer Mittelfeld

Im Mittelfeld ist das Gedränge bei den Hoffenheimern weiter sehr groß. So saß der aus Freiburg zurückgekehrte Vincenzo Grifo beim 3:2 gegen Werder Bremen nicht mal auf der Bank, nachdem er beim 0:1 zum Saisonauftakt in Frankfurt zu einem Kurzeinsatz gekommen war. Dabei hatte der italienische Nationalspieler im Trainingslager im Juli in Österreich überzeugt. "Am Ende der Vorbereitung war ich ein paar Mal nicht so zufrieden. Dass er keine Rolle spielt, ist ein bisschen übertrieben", sagte Schreuder.

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