Alfred Schreuder (Foto: Imago, foto2press | Oliver Zimmermann)

Fußball | Bundesliga Hoffenheim geschwächt nach München - Vogt-Einsatz unwahrscheinlich

Fußball-Bundesligist TSG 1899 Hoffenheim reist stark ersatzgeschwächt zum Spiel bei Tabellenführer FC Bayern München.

Neben den weiterhin ausfallenden Stürmern Andrej Kramaric (Knieprobleme) und Ishak Belfodil (Mandelentzündung) dürfte das Gastspiel an diesem Samstag um 15:30 Uhr auch für Kapitän Kevin Vogt zu früh kommen.

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"Bei Kevin Vogt wird es schwer. Wir müssen heute noch schauen, aber die Chance ist nicht groß", sagte Trainer Alfred Schreuder am Freitag. Der 28-Jährige Vogt hat mit Oberschenkelproblemen zu kämpfen und fehlte bereits beim 0:3 gegen Borussia Mönchengladbach. Schreuder ist nach dem Fehlstart mit lediglich fünf Punkten aus den ersten sechs Spielen schon gefordert.

"Das Vertrauen in die Art und Weise, wie wir spielen wollen, ist da. Das braucht man auch, wenn man nach München fährt"

1899-Trainer Alfred Schreuder

Er will mit einer offensive Taktik in München punkten. "Es macht keinen Sinn, nur hinten zu stehen und zu warten. Dann brauchst du gar nicht hinfahren", sagte der Niederländer am Freitag: "Wir haben einen klaren Plan, wie wir spielen wollen. Wir werden auch am Samstag unsere Chancen bekommen."

Von der jüngsten Krise mit vier sieglosen Spielen in Serie, darunter zwei 0:3-Heimpleiten gegen den SC Freiburg und Borussia Mönchengladbach, will sich Schreuder nicht entmutigen lassen. "Die Ergebnisse waren nicht gut, aber das Vertrauen in unsere Spielweise ist da", sagte er.

Mit Vorfreude und Respekt nach München

Die Vorfreude auf das Gastspiel beim Rekordmeister sei deshalb ungebrochen. "Jeder Spieler hat viel Bock in München zu spielen", meinte der 46-Jährige. Allerdings hat Schreuder nach der 7:2-Gala der Bayern am Dienstag bei Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur auch großen Respekt vor dem Gegner.

"Bayern München ist der beste Verein in Deutschland, das hat man auch unter der Woche wieder gesehen", sagte er: "Ich sehe es als große Herausforderung für uns, um den nächsten Schritt in unserer Entwicklung zu gehen."

Keine Trainerdiskussion

Sportchef Alexander Rosen bestritt in diesen Tagen wiederholt, dass es schon zu einem solch frühen Zeitpunkt eine Trainerdiskussion um Alfred Schreuder gebe.

Der von Ajax Amsterdam gekommene Coach hatte am Wochenende nach dem 0:3 gegen Gladbach selbst auf den "extremen" Umbruch hingewiesen. Rosen kommentierte dazu: "Worum es ihm ging: darauf hinzuweisen, dass es etwas völlig anderes ist, mit einem Entwicklungskader zu arbeiten, den wir jetzt haben, als mit einem salopp gesagt fertigen Kader, der uns im März zur Verfügung stand." 

Hoffenheim verlor im Sommer unter anderem Nico Schulz (Dortmund),  Joelinton (Newcastle) sowie Kerem Demirbay und Nadiem Amiri (beide Leverkusen). Die beiden Stürmer Andrej Kramaric und Ishak Belfodil fehlen derzeit verletzungsbedingt.

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