Kommen Nagelsmann und Timo Werner zusammen? (Foto: Imago, imago images / Jan Huebner)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Kommen Nagelsmann und Timo Werner zusammen?

Lange schien der Transfer von Leipzigs Nationalstürmer Timo Werner zum FC Bayern in diesem Sommer fix. Plötzlich scheint auch ein Verbleib bis 2020 möglich. Welche Rolle spielt dabei Trainer Julian Nagelsmann?

Hoffenheims Noch-Trainer Julian Nagelsmann hat in diesen Tagen eine Menge um die Ohren. Zum einen will er sich mit seinem aktuellen Team 1899 Hoffenheim in den verbleibenden zwei Bundesliga-Spielen noch für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren. Zum anderen wird er sich Gedanken darüber machen, wie das Personaltableau seines künftigen Clubs RB Leipzig bestückt sein wird. Dabei dreht sich momentan vieles um Topstürmer Timo Werner.

Rangnick überrascht

Viele stellen sich die Frage: Wann wird der Wechsel des gebürtigen Stuttgarters Werner von Leipzig zum FC Bayern endlich offiziell? Derzeit lautet die Antwort immer gleich: Noch lange nicht. Erst nach dem DFB-Pokalfinale soll wieder verhandelt werden - und dann ist es keineswegs sicher, ob Werner überhaupt in diesem Sommer gehen wird. Anfang der Woche verwunderte Werners aktueller Trainer, sein schwäbischer Landsmann Ralf Rangnick, mit Aussagen zu Werners Zukunft, die etwas im Gegensatz zu früheren Äußerungen stehen. "Wir werden in der Sommerpause sehen, ob er schon im Sommer wechselt oder uns im nächsten Jahr in die Champions League schießt", sagte der 60-Jährige.

Ferner könne Rangnick einen Verbleib von Werner bis zu dessen Vertragsende 2020 "nicht zu 100 Prozent ausschließen, aber wir sehen das nicht gerade als unser Wunschszenario." Das hatte sich im März noch anders angehört. Damals war alles andere als eine Verlängerung oder ein Verkauf im Sommer aus finanziellen Gründen "keine Option". Als sicher gilt, dass Werner zu Bayern will, sich mit dem Rekordmeister einig ist und daher keinen neuen Kontrakt in Leipzig unterschreiben wird.

Poker um Werners Marktwert

Die Frage nach dem Wann bleibt aber und sie wiegt Millionen schwer. Denn Bayern soll nur 25 Millionen zahlen wollen, Leipzig ist angeblich erst ab 60 Millionen gesprächsbereit. Wegen der komfortablen Position, nicht zwingend in diesem Sommer handeln zu müssen und Werner auch 2020 ohne Ablöse zu bekommen, sind die Bayern im Vorteil - und Leipzig ist auch auf die persönliche Entscheidung Werners angewiesen. Sollte Werner den Bayern erst am kommenden Samstag am vorletzten Bundesliga-Spieltag ein Bein im Meisterschaftsrennen stellen und dann am 25. Mai (20.00 Uhr/ARD) im Pokalfinale gegen die Münchner den DFB-Pokal holen, dürfte dies den Preis für den Stürmer aber in die Höhe treiben.

Das weiß auch Rangnick, der sich bereits Gedanken über die kommende Saison macht. Zuvor hatte er noch angedeutet, Werner auf die Tribüne setzen zu wollen, sollte er seinen Vertrag aussitzen. Auch das klingt nun anders. "Sollte Timo doch bei uns bleiben, müssen wir nochmal schauen, wie wir das finanzieren können", sagte Rangnick. Dann kämen Neu-Trainer Julian Nagelsmann und Deutschlands Toptorjäger Timo Werner doch noch zusammen.

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