Julian Nagelsmann fordert von seiner Mannschaft noch mindestens einen Sieg aus den verbleibenden zwei Spielen bis zur Winterpause (Foto: Imago, Jan Huebner/Meiser)

Bundesliga | 1899 Hoffenheim Nagelsmann: Noch drei Punkte vor dem Snowboarden

1899 Hoffenheim kann sich bis zur Winterpause mit zwei Siegen an die Spitzengruppe heranspielen. Die Mannschaft sei nach wie vor "gierig und sehr fit", sagt Trainer Nagelsmann.

Julian Nagelsmann freut sich auf die Winterpause, vorher hat der Trainer der TSG 1899 Hoffenheim aber noch zwei Aufgaben in der Fußball-Bundesliga zu erledigen. "Ich bin passionierter Snowboarder und Skifahrer oder Wintersportler allgemein. Von dem her bin ich schon froh, dass ich ein paar Tage habe, mein Leben auch mit anderen Dingen zu füllen, die mich begeistern", sagte der 31-Jährige vor den abschließenden Spielen seines Teams am Mittwoch (20.30 Uhr) bei Werder Bremen und dem Rausschmeißer am Sonntag (18.00 Uhr) gegen den FSV Mainz 05.

Dauer

"Ich will auf jeden Fall dieselbe Punktezahl wie in der letzten Hinrunde - und bin für plus x für alles offen", erklärte Nagelsmann. 26 Zähler hatten die Kraichgauer am Jahresende 2017 auf dem Konto. Die Rückrunde beendeten sie dann als Dritter und zogen erstmals in die Champions League ein. Derzeit könnten es deutlich mehr als die 23 Punkte sein, wenn die TSG in der ersten Halbserie wie auch in der Königsklasse effizienter gespielt hätte. Laut einer "Kicker"-Statistik hatte Hoffenheim die mit Abstand meisten Chancen in den bisher 15 Spielen (132) - davon aber nur 22,7 Prozent verwertet. Zum Vergleich: Herbstmeister Borussia Dortmund mit seinen führenden Torjägern Paco Alcacer (11 Treffer) und Marco Reus (10) nutzte 41 Prozent seiner 100 Einschussmöglichkeiten.

Hoffenheim spielt am Anschlag

Nagelsmann führt dies darauf zurück, dass seine Profis - im Gegensatz zu Bayern oder Dortmund - in fast jedem Spiel an ihre Leistungsgrenze gehen mussten: "Dann fehlen dir manchmal ein paar Körner." Zuletzt vergaben die Hoffenheimer beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach jede Menge Chancen.

So wartet der TSG-Coach seit sechs Pflichtspielen auf einen Sieg - so eine Durststrecke hatte Nagelsmann seit seinem Amtsantritt im Februar 2016 noch nie. Er verwies aber darauf, dass sein Team seit acht Spielen ungeschlagen ist: "So schlecht stehen wir nicht da - für die vielen Spiele, die in dieser Saison haben."

Kevin Vogt bekommt keine Einsatz-Garantie

Abgesehen von den zwei verbliebenen Begegnungen 2018 muss sich Nagelsmann auch um eine Personalie kümmern, die ausgerechnet seinen Hauptansprechpartner in der Mannschaft betrifft: Kevin Vogt. Der Kapitän und bisherige Abwehrchef hat jedenfalls keine Einsatzgarantie für das Bremen-Spiel bekommen. "Er ist einer der Spieler, die wieder zur Verfügung stehen. Ob er wieder im Kader ist, entscheide ich dann, wenn ich die Nominierung mache", sagte Nagelsmann.

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Vogt war vergangene Woche nicht zum Champions-League-Spiel bei Manchester City (1:2) mitgeflogen, nachdem er in den Wochen davor überspielt wirkte und seine Formkurve sichtlich nach unten ging. Nagelsmann erklärte, der 27-Jährige solle seinen Akku aufladen und gab ihm bis Sonntag trainingsfrei. Die Konkurrenz ist zuletzt wieder groß geworden im 30-köpfigen Kader, nachdem Dauerverletzte wie Benjamin Hübner zurück sind. Zudem sei die Mannschaft "gierig und körperlich sehr fit", sagte Nagelsmann. Das weiß auch Vogt.

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