TSG-Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann ärgert sich über das lahme Spiel seiner Mannschaft gegen Fortuna Düsseldorf (Foto: Imago, Hansjürgen Britsch)

Bundesliga | TSG Hoffenheim TSG-Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann kritisiert seine Spieler

Spielerisch war die TSG Hoffenheim beim 1:1 gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag überlegen. In anderen Bereichen allerdings nicht - sehr zum Ärger von Trainer Julian Nagelsmann.

SWRsport: Julian Nagelsmann, Ihre Gesichtszüge sind öfters mal entgleist an der Seitenlinie. Über was haben Sie sich heute so sehr aufgeregt?

Julian Nagelsmann: Dass wir von Anfang an nicht ins Spiel reingekommen sind. Wir haben total träge gespielt - als würden wir mit einen 4:0-Vorsprung ins Spiel gehen. Wir hatten unglaublich lange Ball-Halte-Zeiten, haben überhaupt keine Power entwickelt und, was die Zweikampf-Quote betrifft, mal wieder einen zu schlechten Wert, um in dieser Liga zu bestehen.

Der Gegner ist uns fußballerisch sicher nicht überlegen, war heute aber in allen anderen Bereichen besser. Wir hatten etwa 101 Fehlpässe. So viele hatten wir dieses Jahr noch nie gehabt. Es war insgesamt ein sehr schlechtes Spiel, bei dem wir mit den Punkt eher glücklich sein müssen.

Dauer

SWRsport: Was bedeutet das für Ihre Ziele?

Nagelsmann: Die Champions League ist jetzt natürlich in weite Ferne gerückt. Ist vielleicht nicht schlecht, wenn das mal aus den Köpfen rausgeht.

SWRsport: Wie gehen Sie jetzt pädagogisch mit dieser schwachen Leistung um?

Nagelsmann: Das kommt immer darauf an, wie so eine Niederlage zustande kommt. Und in meinen Augen kam sie eher zwischen den Ohren zustande als in den Beinen. Und dann gibt es pädadogisch auch eher die harte Linie.

SWRsport: Und die sieht wie aus?

Nagelsmann: Das verklickere ich dann meinen Spielern. Das habe ich gerade schon gemacht und der Rest wird nächste Woche folgen.

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