Die TSG-Hoffenheim-Stürmer Joelinton, Andrej Kramaric und Ishak Belfodil wollen auch gegen den 1. FC Nürnberg wirbeln (Foto: Imago, imago images / Rene Schulz)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Hoffenheim kämpft gegen das graue Mittelmaß

Aktuell hat die TSG Hoffenheim fünf Punkte Rückstand auf die Europapokal-Plätze. Gegen Nürnberg muss ein Sieg her, wenn die Kraichgauer nicht endgültig im Mittelmaß versinken wollen.

Der Frust nach der Last-Minute-Niederlage bei Eintracht Frankfurt saß tief. TSG-Hoffenheim-Trainer Julian Nagelsmann erzählte von weinenden Spielern in der Kabine. Mit einen Sieg wäre die TSG auf Augenhöhe mit der Konkurrenz gewesen. Nun muss das Team einen Fünf-Punkte-Rückstand aufholen. Dennoch wollte der 31-Jährige sich nicht allzu viel mit Aufbau-Arbeit beschäftigen: "Wenn man immer vom Pech spricht, gibt man den Spielern auch ein Alibi. Wir wollen uns inhaltlich verbessern und unser Schicksal nicht in die Hand von Glück oder Pech legen."

Wenn es nach Julian Nagelsmann geht, blasen seine Spieler gleich am Sonntag (15:30 Uhr) gegen den 1. FC Nürnberg zur großen Aufholjagd. Der Tabellenletzte reist mit nur zwei Punkten aus den letzten zehn Spielen an. Dennoch sieht Nagelsmann keine Gefahr, dass seine Spieler überheblich in das Spiel gehen könnten: "Natürlich gibt es auch eine mentale Vorbereitung. Und die Jungs gehen immer heiß aufs Feld."

Hoffenheim hat wieder mehr Alternativen

Allerdings wirbt der Trainer um Verständnis, dass seine Spieler in der Rückrunde immer wieder schwankende Leistungen gezeigt haben: "Es gibt keinen Gegner, gegen den wir nicht an unsere Grenze gehen müssen. Das ist ein großer Unterschied zum FC Bayern oder Dortmund oder anderen Vereinen, die mal eben 24 Millionen für einen Spieler zahlen können." Allerdings verschiebe sich die 100-Prozent-Grenze von Spiel zu Spiel nach unten. Doch der Anspruch ist klar: "Das ist schon ein Spiel, das wir zuhause gewinnen müssen, wenn wir irgendwelche Ansprüche in der Liga haben."

Die Personallage verbessert sich: "Alle sind wieder im Training, wer jedoch spielen kann und wer über 90 Minuten spielen kann, ist noch offen." Kerem Demirbay wird wegen einer Wadenblessur definitiv nicht zur Verfügung stehen.

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