Noch ist offen, wer in der kommenden Saison auf der Trainerbank der TSG Hoffenheim sitzen wird (Foto: Imago, Roger Petzsche)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Trainerfrage? In Hoffenheim gibt es keine Ultimaten

Vergangenen Sommer hatte Julian Nagelsmann bekanntgegeben, dass er Hoffenheim 2019 verlässt und nach Leipzig wechselt. Die Frage nach dem Nachfolger ist noch immer nicht beantwortet.

Am 21. Juni letzten Jahres war die spektakuläre Personalie publik geworden: Julian Nagelsmann wechselt zur Saison 2019/20 den Arbeitgeber und trainiert dann RB Leipzig. Seit jenem Tag stellt sich das Fußball-Volk die Frage: Wer wird dann neuer Trainer bei der TSG Hoffenheim? Nach wie vor aber ist die Nachfolge von Julian Nagelsmann ungeklärt. Zumindest in der Öffentlichkeit. Wenn möglich im Winter, so hieß es sinngemäß aus Hoffenheim, wolle man sich zur Trainerfrage äußern.

Wann gibt die TSG Hoffenheim den Neuen bekannt?

Am 20. März, also in wenigen Tagen, endet nun diese Winterzeit, beginnt der Frühling. Und nun, TSG? "Wir werden uns von niemandem treiben lassen", antwortet TSG-Mediendirektor von Christian Frommert auf die Frage von SWR Sport. Die Trainerfrage werde geklärt und dann bekanntgegeben, wenn es für alle Beteiligten passend und sinnvoll sei. Stellt sich auch die Frage, ob der neue Mann schon seit geraumer Zeit feststeht, aus politisch korrekten Gründen (beispielsweise mit dem aktuellen Verein noch in wichtigen Wettbewerben aktiv) aber noch nicht genannt wurde, oder ob die Zusage des Wunschkandidaten weiter auf sich warten lässt.

Salzburg will Marco Rose unbedingt halten

Seit Monaten wird Marco Rose von RB Salzburg als großer Favorit auf den Trainerposten bei 1899 genannt. Der frühere Leipziger und Ex-Verteidiger des FSV Mainz 05 leistet in Österreich überaus gute und erfolgreiche Arbeit. Mit jedem Sieg mit Salzburg wird Rose interessanter - auch für andere Vereine. Weitere Angebote aus der Bundesliga werden kolportiert, Schalke und Wolfsburg genannt. Und auch RB Salzburg selbst will alles versuchen, Marco Rose einen weiteren Verbleib in der Mozart-Stadt schmackhaft zu machen: "Wir werden alles versuchen, um Marco Rose zu halten", wurde RB-Boss Dietrich Mateschitz zuletzt in den "Salzburger Nachrichten" zitiert. Die Zeitung geht inzwischen sogar davon aus, dass ein weiteres Rose-Jahr in Österreich nicht mehr unrealistisch sei.

Dauer

Hoffenheim stellt "keine Ultimaten"

Nach Medienberichten soll Marco Rose ein unterschriftsreifer Dreijahresvertrag aus Hoffenheim vorliegen. Spekulationen über seine Zukunft will der 42-Jährige aber nach wie vor nicht kommentieren. Auch Hoffenheim bleibt weiter komplett zurückhaltend: "Fakt ist, die TSG Hoffenheim hat in dieser Sache noch nie einen Namen genannt", sagt 1899-Mediendirektor Christian Frommert. Und irgendwelche Hoffenheimer Ultimaten, wie es zuletzt in verschiedenen Medien in Sachen Marco Rose hieß, gäbe es, laut Frommert sowieso nicht: "Wir stellen keine Ultimaten".

Welche Rolle spielt Ex-KSC-Coach Tim Walter?

Es liegt in der Natur der Sache, dass - je länger sich die Hoffenheimer Trainerfrage hinzieht - inzwischen auch andere Übungsleiter in den Spekulationen auftauchen. Überwiegend aus der 2. Bundesliga: Achim Beierlorzer (früher Leipzig, jetzt Jahn Regensburg) und vor allem der frühere KSC-Jugendtrainer Tim Walter, der in seiner ersten Saison als Zweitliga-Trainer bei Holstein Kiel vorzügliche Arbeit leistet. Namen, die von der TSG Hoffenheim bekanntermaßen nicht kommentiert werden. Am 20. März ist Frühling.

AUTOR/IN
STAND