Christoph Schickhardt  (Foto: Imago, Hartenfelser)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Schickhardt fordert nach Schmäh-Plakaten Konsequenzen

Christoph Schickhardt hat als Anwalt von Dietmar Hopp und der TSG 1899 Hoffenheim Konsequenzen nach den massiven Beleidigungen von Dortmunder Fans gefordert.

"Bei einem solchen Eklat sollte man zu drastischen Maßnahmen greifen. So ein Spiel sollte in Zukunft gar nicht angepfiffen werden. Oder erst dann, wenn die Plakate entfernt wurden", sagte der Sportrechtsexperte aus Ludwigsburg dem SWR.

Dortmunder Fans hatten vor dem 1:1 im Bundesliga-Spiel zwischen Hoffenheim und Borussia Dortmund ein großes Banner ausgerollt, welches das Konterfei von 1899-Mäzen Hopp hinter einem Fadenkreuz zeigte. Der Fall hat für viel Empörung bei Hoffenheim und Entschuldigungen von Seiten der Dortmunder Klub-Führung gesorgt.

"Hasta la vista, Hopp"

Die BVB-Anhänger hatten das Banner mit der Aufschrift "Hasta la vista, Hopp" unmittelbar vor dem Anpfiff aus- und wenige Minuten später wieder eingerollt. Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover pfiff die Partie normal an.

Drei-Stufen-Plan der FIFA

Der Fußball-Weltverband FIFA hat in seinen Regeln einen Drei-Stufen-Plan für Fälle von rassistischen und diskriminierenden Äußerungen, der auch in der Bundesliga gilt. Als erste Maßnahme bittet der Stadionsprecher darum, solche Aktionen zu unterlassen. Dies war in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena auch geschehen. Weitere Stufen wären nach einer erneuten Ansage des Stadionsprechers eine Spielunterbrechung und ein Spielabbruch.

Die Gäste-Anhänger protestierten mit ihren Aktionen gegen Hausverbote von Fans aus ihrem Lager und einen Strafantrag Hopps gegen mehr als 30 BVB-Fans. Zudem gab es weitere beleidigende Spruchbänder und Schmähgesänge gegen den 78-jährigen Hopp, der selbst im Stadion war. BVB-Boss Hans-Joachim Watzke entschuldigte sich danach für den Eklat. Die TSG hat sich in einem offenen Brief gegen die Anfeindungen und Beleidigungen gewehrt.

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