Pavel Kaderabek (1899 Hoffenheim) im Duell mit Marcel Halstenberg (RB Leipzig) (Foto: SWR, Matthias Koch)

Bundesliga | TSG Hoffenheim TSG Hoffenheim lässt wichtige Punkte in Leipzig liegen

Die TSG Hoffenheim musste sich bei RB Leipzig mit einem Unentschieden bengügen und hat dabei wichtige Punkte im Kampf um die Europapokal-Plätze liegen lassen.

Diese Unentschieden gehen Julian Nagelsmann auf die Nerven. Doch schon wieder musste der Trainer der TSG Hoffenheim mit ansehen, wie seine Mannschaft eine 1:0-Führung nicht über die Zeit retten kann. Das 1:1 gegen RB Leipzig war bereits das achte Unentschieden in der laufenden Saison. Andrej Kramaric hatte die TSG in der 22. Minute verdient in Führung geschossen.

Andrej Kramaric hat die TSG Hoffenheim gegen RB Leipzig mit 1:0 in Führung geschossen (Foto: Imago, Jan Huebner/Voigt)
Andrej Kramaric hat die TSG Hoffenheim gegen RB Leipzig mit 1:0 in Führung geschossen Imago Jan Huebner/Voigt

Mit der Führung im Rücken erspielte sich Hoffenheim gleich mehrere Konterchancen, die jedoch allesamt nichts einbrachten. In der Schlussphase rührte Hoffenheim mehr und mehr Beton an. Das Bollwerk hielt den anstürmenden Leipzigern lange Zeit stand. Doch in der 89. Spielminute nutzte Willi Orban eine Unaufmerksamkeit in der Innenverteidigung zum Ausgleich. In der Nachspielzeit hatte Hoffenheim sogar Glück, dass Leipzig nicht noch der Siegtreffer gelungen ist. Das Unentschieden ist jedoch zu wenig für die Europapokal-Ambitionen der Hoffenheimer, die mit nun 34 Punkten weiterhin auf Platz acht festhängen und drei Punkte Rückstand auf die Europa-League-Plätze haben.

Dauer

TSG Hoffenheim mit starker Anfangsphase

Hoffenheim agierte anfangs mutig und mit viel Tempo über die linke Seite, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Leipzig, das ohne den kurzfristig erkrankten Sturm-Star Timo Werner auskommen musste, fiel offensiv wenig ein. So verbuchte TSG-Abwehrmann Pavel Kaderabek (17.) die erste Chance der Partie. Defensiv machte RB in der ersten Hälfte wesentlich mehr Fehler als der Gegner, sodass die Führung keine Überraschung war. Einen Schuss des nach Medienberichten von Leipzig umworbenen Joelinton klärte RB-Torwart Peter Gulacsi nur vor die Füße von Kramaric, der den Abpraller einschob. Nach dem Rückstand traute sich RB etwas mehr, brauchte aber bis zur 45. Minute zur ersten Möglichkeit durch Mittelfeldmann Konrad Laimer, die TSG-Torwart Oliver Baumann entschärfte.

RB Leipzig kam besser aus der Pause

In der zweiten Halbzeit bemühte sich RB stark um mehr Spielanteile und zwingendere Gelegenheiten, so richtig klappen wollte es aber zunächst nicht. Etwas mehr Esprit in der Vorwärtsbewegung kam mit der Einwechslung von Kampl (61.). In seiner ersten Aktion wenige Sekunden später schickte der Slowene gleich Stürmer Matheus Cunha per Steilpass - der jedoch vergab kläglich. In der Folge setzte sich RB in der Hoffenheimer Hälfte fest und drängte auf den Lucky Punch - dieser gelang Innenverteidiger Orban mit seinem vierten Saisontor.

Für Julian Nagelsmann war es bereits der dritte Anlauf gegen seinen künftigen Arbeitgeber. Im Hinspiel und im DFB-Pokal setzte sich RB durch. Nun reichte nach langer Führung immerhin zu einem Remis. Julian Nagelsmann nannte das 1:1 "ein gerechtes Ergebnis" und räumte ein, dass es "keine ganz normale Situation" war. "Aber jeder hat gesehen, dass ich dieses Spiel mit Hoffenheim unbedingt gewinnen wollte."

STAND