Marco Rose ist bisher sehr erfolgreich bei seinem Verein RB Salzburg (Foto: Imago, GEPA pictures)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Ist Marco Rose Hoffenheims "Mister X"?

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In der nächsten Saison muss Hoffenheim ohne Erfolgstrainer Nagelsmann auskommen. Der 31-jährige wechselt zu RB Leipzig. Die Spekulationen verdichten sich, dass sein Nachfolger aus Salzburg kommt.

Ein Anruf von SWR Sport bei den Salzburger Nachrichten. Gerhard Öhlinger, Redakteur in der Sportredaktion, gibt gerne Auskunft. Über Marco Roses Arbeit "können wir wenig Kritisches sagen", so der Journalist über den Trainer von RB Salzburg. Im Gegenteil: Marco Rose gewann zunächst als U-19-Trainer der Salzburger die begehrte UEFA Youth League, holte in diesem Jahr als Cheftrainer mit Rekord-Punktzahl die österreichische Meisterschaft und erreichte mit seinem Team darüber hinaus auch das Halbfinale der Europa League.

Vertrag bei Salzburg bis 2020

Das weckt Begehrlichkeiten, auch in seiner alten Heimat Deutschland. In Salzburg kann man sich gut vorstellen, dass der gebürtige Leipziger Marco Rose bei einem interessanten Angebot aus der Bundesliga Salzburg vorzeitig verlässt. Sein Vertrag bei den "Bullen" läuft noch bis zum 30. Juni 2020.

Bei den Salzburger Nachrichten wurde auch schon über konkrete Gespräche des RB-Trainers mit der TSG Hoffenheim spekuliert. Zuletzt aber, so Sportredakteur Gerhard Öhlinger auf Nachfrage, habe man "nichts Neues" in der Personalie Rose erfahren.

Rose setzt sich gern große Ziele

Marco Rose selbst wolle sich mit den Spekulationen um Hoffenheim "nicht beschäftigen". Zumal er das große Ziel habe, in dieser Saison mit Salzburg die Europa League zu gewinnen. 

Dauer

Was wiederum bezeichnend ist für den früheren Profi des FSV Mainz 05  (150 Spiele). Rose setzt sich große sportliche Ziele und schafft es immer auch, seine Mannschaft mitzunehmen: "Er macht die Spieler mental extrem stark", kennt man bei den Salzburger Nachrichten die Arbeitsweise von Rose, "bis sich der Glauben daran in den Köpfen aller festsetzt". Rose selbst sieht sich als "ein Typ mit Ecken und Kanten, der sich nicht verstellen will". Einer wie Julian Nagelsmann?

TSG handle "nicht aus einer Not-Situation heraus"

Bei der TSG Hoffenheim wiederum herrscht in der "Akte Trainersuche" nach außen hin absolute Stille. Die Suche nach dem Nagelsmann-Nachfolger sei "ein interner Prozess". Wasserstandsmeldungen werden nicht nach außen gegeben: "Wir äußern uns frühestens im Winter zur Trainerfrage", so Holger Kliem, Leiter der Medien- und Öffentlichkeitsarbeit bei der TSG, gegenüber SWR Sport, "und zwar erst dann, wenn wir den neuen Trainer bekannt geben".

Schon in der SWR-Sendung "Sport im Dritten" wollte Alexander Rosen, Hoffenheims Direktor Profifußball, vor einigen Wochen nur verraten, dass "ich mir natürlich meine Gedanken mache", sich Hoffenheim aber "sehr viel Zeit bei der Trainersuche" lassen werde. Schließlich handle die TSG "nicht aus einer Not-Situation heraus", so Rosen.

Andere Nachfolgekandidaten nicht mehr aktuell

Klar sei jedenfalls, so Alexander Rosen in einem späteren Interview, dass man nicht auf der Suche nach einer Art "Nagelsmann 2.0" sei. Weil das keinen Sinn mache.

Einige schon vor Monaten als potenzielle Nagelsmann-Nachfolgekandidaten gehandelte Namen sind dabei längst nicht mehr akut. Ex-VfB-Trainer Hannes Wolf hat inzwischen beim Hamburger SV angeheuert, Markus Weinzierl versucht den VfB Stuttgart vor dem Abstieg zu retten. Umso mehr verdichten sich die Spekulationen Richtung Marco Rose. Ein zweiter, hochinteressanter Name ist der von Ralph Hasenhüttl. Der frühere Aalener, der später in Ingolstadt und Leipzig glänzende Arbeit abgeliefert hat.

Rose und Rosen

Marco Rose galt übrigens auch in seiner Geburtsstadt Leipzig als heißer Kandidat auf die Hasenhüttl-Nachfolge, verlängerte dann aber seinen Vertrag in Salzburg.

Übrigens: Rosen und Rose in Hoffenheim. Dieses Namensspiel hätte doch was. Und bei den Kollegen der Salzburger Nachrichten wäre man wenig überrascht, sollte es so kommen.

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