Timo Werner schnürte gegen 1899 Hoffenheim einen Doppelpack für RB Leipzig (Foto: Imago, Picture Point LE)

DFB-Pokal | TSG 1899 Hoffenheim Joker Timo Werner schießt Hoffenheim raus

Timo Werner hat die Pokalträume der TSG 1899 Hoffenheim platzen lassen. Der eingewechselte Ex-Stuttgarter entschied die Zweitrundenpartie zwischen RB Leipzig und den Kraichgauern mit zwei Treffern.

Nach 90 Minuten hieß es 2:0 (0:0) für die Sachsen. Hoffenheim blieb vor allem in der Offensive blass, die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann verlor am Ende verdient.

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Werner sorgt im Alleingang für die Entscheidung.

Der erst zur Halbzeit eingewechselte Werner traf in der 48. Minute sowie in der 56. Minute. Damit sorgte der Nationalstürmer im Alleingang für die Entscheidung.

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Hoffenheims Trainer Nagelsmann haderte mit der Entstehung der beiden Gegentore: "Nach der Pause hat RB nicht zwingend aggressiver verteidigt, doch wir haben Konterräume preisgegeben. Wir hatten die Situation bei beiden Gegentoren relativ gut im Griff – einzig den ballfernen Spieler haben wir schlecht verteidigt."

"Timo kommt rein und trifft"

"Timo kommt rein und trifft. Er ist ein guter Spieler und hat ein Gespür für die Räume. Das macht er gut", kritisierte auch Nationalspieler Kerem Demirbay nach der Partie.

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Pokal kein gutes Pflaster für Hoffenheim

Hoffenheim scheiterte mit Coach Nagelsmann erneut bereits in der zweiten Runde - noch nie erreichte der künftige Cheftrainer der Leipziger das Cup-Achtelfinale. RB blieb dabei wettbewerbsübergreifend zum fünften Mal nacheinander ohne Gegentor.

"Den Leipzigern haben 20 schlechte Minuten von uns gereicht"

Dementsprechend unzufrieden war der 1899-Coach nach der Partie. "Den Leipzigern haben 20 schlechte Minuten von uns heute gereicht. Nach den Gegentoren kamen wir nochmal, aber am Ende sind wir verdient ausgeschieden", sagte Nagelsmann.

Für Nagelsmann war es vor 21.042 Zuschauern in der Red-Bull-Arena sein erster Auftritt in Leipzig, seit sein Wechsel zu den Sachsen zur kommenden Saison bekannt wurde. Ab 1. Juli 2019 wird der 31-Jährige als Chefcoach die Verantwortung bei RB übernehmen und Ralf Rangnick ablösen. Der Noch-Coach der Leipziger wird dann als Sportdirektor Nagelsmanns künftiger Chef.

Beide Trainer rotieren

Das direkte Duell war von Beginn an taktisch geprägt und bot in der ersten Halbzeit kaum spielerische Glanzpunkte. Dabei wirkten die Hoffenheimer zunächst noch selbstbewusster, während die Gastgeber erst nicht das letzte Risiko suchten. Im Vergleich zum 0:0 gegen Schalke 04 wechselte Rangnick seine Startformation auf vier Positionen, unter anderem kehrte auf der Spielmacher-Position Kevin Kampl zurück und verdrängte Konrad Laimer. Nagelsmann nahm nach dem 4:0 gegen Stuttgart sogar sechs Wechsel in der Anfangself vor.

Nach einer guten halben Stunde erarbeitete sich RB mehr Spielanteile und hatte die erste gute Chance. Einen Schuss von Jean-Kévin Augustin wehrte Hoffenheims Ermin Bicakcic erst kurz vor der Linie ab (35.). 1899 musste dann noch vor der Pause den Ausfall von Adam Szalai verkraften. Für den angeschlagenen Stürmer kam Joelinton.

Auch Leipzig musste zur Halbzeit wechseln - und das brachte umgehend die verdiente Führung. Der agile Werner stand gerade etwas mehr als zwei Minuten auf dem Rasen, als er aus der Strafraummitte traf. Zuvor musste der Franzose Augustin mit Adduktorenproblemen in der Kabine bleiben. Nach starker Vorarbeit von Yussuf Poulsen traf Werner auch zum 2:0 und machte gemeinsam mit dem Dänen weiter viel Druck. Der 22 Jahre alte Werner beschäftigte oft gleich zwei gegnerische Verteidiger, dadurch ergaben sich teilweise große Lücken für seine Mitspieler.

Hoffenheim fiel nicht viel ein

Auf der Gegenseite hatte Hoffenheim gar keinen Zugriff mehr auf das Spiel und konnte sich viel zu selten entscheidend vom Druck befreien. Kaum eine Flanke fand lange den Weg ins Zentrum, das von der starken RB-Abwehrkette ohnehin souverän kontrolliert wurde. So blieb es beim verdienten 2:0-Endstand für die Hausherren.

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