Zum letzten Mal klatscht Julian Nagelsmann mit den Hoffenheimer Fans ab. (Foto: Imago, imago)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Julian Nagelsmann - Good Bye Hoffenheim

Die TSG 1899 Hoffenheim hat zum Abschied von Trainer Julian Nagelsmann den Sprung in die Europa League verpasst. Die Kraichgauer unterlagen am letzten Bundesliga-Spieltag mit 2:4 nach 2:0-Führung beim FSV Mainz und fielen auf den neunten Tabellenplatz zurück.

Damit verabschiedete sich Julian Nagelsmann ohne Teilnahme am internationalen Geschäft zu RB Leipzig, nachdem die Hoffenheimer zuletzt noch in der Champions League spielte. Nach dem 2:4 in Mainz hat sich der 31-Jährige mit SWR-Sport unterhalten.

Julian Nagelsmann, können Sie Ihr Gefühlschaos schon ordnen nach dem Abpfiff in dieser Situation?

"Ja, jetzt bin ich erst einmal gefrustet, weil wir viele Chancen haben liegen lassen dieses Jahr. Nicht nur in den letzten vier Wochen sondern vor allem auch in der Hinrunde, durch wirklich viele gute Spiele, wo wir teilweise sehr unclever die Situation zu Ende gespielt haben. Wir haben in den letzten vier Wochen eigentlich guten Fußball gespielt. Aber dieses Spiel ist ein bisschen Sinnbild der Saison: Wir haben eine Zentimeter-Abseitsentscheidung, dann haben wir noch eine Riesenschance zum dritten Tor bei 2:0 für uns - kriegen noch ne gelb-rote Karte usw. Also es lief vieles in dieser Saison nicht wirklich in unsere Richtung."

Dauer

Inwieweit hat der Platzverweis zu diesem Umschwung geführt?

"Es ist dann immer schwieriger. Du kommst schwieriger in Ballbesitzphasen, Du kommst schwieriger in Kontersituationen. Es waren zwei wirklich unclevere gelbe Karten. Das muss er lernen, der Baumi ist ein toller Spieler ein Entwicklungsspieler, aber das darf ihm auf diesem Niveau bei diesem wichtigen Spiel nicht passieren. Und da muss man auch kein Blatt vor den Mund nehmen, trotz seiner jungen Jahre."

Mit welchen Gefühlen gehen Sie jetzt weg von Hoffenheim nach diesem heutigen Tag?

"Grundsätzlich bin ich schon stolz auf diese Amtszeit. Es ist auch eine normale Entwicklung als Hoffenheim, dass man bis zum letzten Spieltag noch um die Plätze mitspielt ist toll. Das wir es nicht geschafft haben ist sehr traurig. Ich glaube es ist normal, dass man als TSG mal hinter Wolfsburg, hinter Gladbach, hinter RB Leipzig und hinter Frankfurt steht. Ich hätte es gerne anders gemacht, bin jetzt nicht komplett vollendet."

Haben Sie so Tage wie heute schon mal erlebt, trotz Ihres jungen Alters?

"Nee grundsätzlich nicht. Ich bin von 1860 mal weggegangen aber das war nicht so emotional. Es sind schon neue Erfahrungen die man macht, die auch lehrreich sind, so dass man weiß, wie man in Zukunft mit solchen Situationen umgehen kann."

Und jetzt erst mal den Kopf frei kriegen?

"Erst mal muss ich mich ein bisschen um den Kader in Leipzig kümmern und dann geht's in Urlaub."

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