Tor für Bremen gegen Hoffenheim (Foto: Imago, nordphoto / Fabisch;)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Hoffenheim verliert bei letztem Nagelsmann-Heimspiel

Die TSG Hoffenheim hat ihre Chance auf den Europacup-Einzug fast verspielt. Die Kraichgauer unterlagen am vorletzten Spieltag der Fußball-Bundesliga 0:1 (0:1) gegen Werder Bremen.

Der scheidende Trainer Julian Nagelsmann verpasste den erhofften Sieg beim Abschied von den eigenen Zuschauern. Johannes Eggestein (39.) traf gegen die TSG, die neben ihrem Coach auch Spielmacher Kerem Demirbay (Bayer Leverkusen) und möglicherweise Nationalspieler Nico Schulz (Borussia Dortmund) verlieren wird.

Dank für Nagelsmann

Der 31 Jahre alte Nagelsmann, der die TSG erst vor dem Abstieg gerettet und dann zweimal in den Europacup (Europa League und Champions League) geführt hat, wurde vor dem Anpfiff von den Klubverantwortlichen geehrt. Die Fans hatten ein Transparent mit der Aufschrift "Aus dem Abstiegssumpf nach Europa - Danke, Julian" parat.

Vor 30.150 Zuschauern in der ausverkauften Sinsheimer Arena hatten die Bremer, bei denen Kapitän Max Kruse, Philipp Bargfrede, Fin Bartels und der gesperrte Davy Klaassen fehlten, bereits in der 4. Minute ihre erste Chance durch Ludwig Augustinsson. Danach übernahm die Mannschaft Nagelsmanns, der alle TSG-Mitarbeiter zu einer Abschiedsparty am Samstagabend nach Heidelberg eingeladen hat, das Kommando.

Adam Szalai vergab in der 19. Minute die erste große Möglichkeit der Gastgeber, die ohne Schulz, Benjamin Hübner, Dennis Geiger, Robin Hack und den gesperrten Stefan Posch auskommen mussten. Schon nach 24 Minuten musste Werder-Trainer Florian Kohfeldt wechseln. Der angeschlagene Theodor Gebre Selassie wurde durch Marco Friedl ersetzt. Drei Minuten später konnte erneut Szalai die Chance zur TSG-Führung nicht nutzen.

Eggestein mit dem Treffer des Tages

Kurz vor dem Ende der ersten Hälfte traf der kroatische Vize-Weltmeister Andrej Kramaric den Pfosten (38.), Eggestein machte es Sekunden später auf der anderen Seite nach einem Missverständnis in der Hoffenheimer Abwehr per Kopf besser. Ein Treffer seines Bruders Maximilian wurde nach Videobeweis nicht anerkannt (43.).

Nach dem Seitenwechsel versuchten die Hoffenheimer, Druck aufzubauen. Es blieb aber zunächst bei dem Versuch, Torchancen konnten sich die Kraichgauer nicht erarbeiten. Dagegen waren die Bremer bei ihren Kontern stets gefährlich.

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