Hoffenheims Nico Schulz (li.) gegen Schalkes Bastian Oczipka (Foto: Imago, DeFodi)

Fußball | Bundesliga Hoffenheim will gegen angeschlagene Schalker nachlegen

Nach neun Punkten aus den letzten drei Spielen liegt die TSG Hoffenheim auf Rang sechs der Bundesliga-Tabelle - was am Ende der Saison gleichbedeutend mit der Qualifikation für die Europa League wäre. Der positive Trend soll beim FC Schalke 04 (Samstag, 20:30 Uhr) fortgesetzt werden.

Trainer Julian Nagelsmann strebt mit seiner Mannschaft einen Auswärtsdreier an und hat die anderen Teams im Blick. "Wir müssen dreifach punkten, um den Druck auf andere Teams hochzuhalten. Wir wollen Ziele erreichen. Wir tun gut daran, 15 Punkte aus den ausstehenden fünf Spiele holen zu wollen. Wir wollen den Druck auf unsere Konkurrenz weiter hoch halten", sagte der TSG-Coach

Gleichzeitig warnte er davor, den sportlich kriselnden Gegner - Schalke liegt als Vizemeister der letzten Saison nur auf Rang 15 und ist akut abstiegsgefährdet - zu unterschätzen. "Es wird nicht reichen, mit 60 Prozent gegen Schalke aufzutreten. Das wissen wir. Deshalb haben wir den Gegner so vorbereitet, als hätte er die letzten 25 Spiele gewonnen."

"Schalke steht mit dem Rücken zur Wand"

Trotz der tabellarischen Talfahrt hat Nagelsmann großen Respekt vor den Königsblauen. "Es ist klar, dass Schalke in dieser Phase nicht gerade viel Selbstvertrauen hat. Sie haben auch nicht den Saisonverlauf, den sie sich vorgestellt haben. Aber wenn du mit dem Rücken zur Wand stehst, birgt das immer auch Gefahren für den Gegner. Immerhin ist nahezu die identische Mannschaft letztes Jahr Vizemeister geworden", so der junge Trainer.

Dauer

Dementsprechend will Nagelsmann auch seinen Matchplan ausrichten: "Wir wollen dominant auftreten, um der Kulisse gleich den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wir dürfen nicht zulassen, dass das Spiel emotional wird."

Nagelsmann: "Die Mannschaft zieht das konsequent durch"

Warum es zuletzt so gut lief - dafür hat Nagelsmann eine einfache Erklärung. "Wir investieren immer sehr viel. Wir ziehen unsere Strategie konsequent durch und sind zuletzt stärker geworden im Gegenpressing", sagte der TSG-Coach, der zudem sehr zufrieden mit der Abwehrarbeit seiner Mannschaft ist. "Wir variieren gut zwischen hohen und tiefen Linien, aber der Schlüssel unserer defensiven Stabilität liegt in unserem Verhalten nach eigenem Ballverlust." Hoffenheim kassierte in den letzten fünf Spielen nur drei Gegentreffer.

Hält diese defensive Stabilität auch im Gastspiel bei den Knappen, würde Hoffenheim den Vorsprung zu den Verfolgern vergrößern und dürfte den Blick sogar wieder nach oben richten. Eintracht Frankfurt auf dem Champions-League-Rang vier hat vor diesem Spieltag fünf Punkte Vorsprung auf die formstarken Kraichgauer und in Wolfsburg eine schwere Aufgabe vor der Brust.

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