Andrej Kramaric bejubelt einen Treffer für Hoffenheim gegen Manchester City (Foto: Imago, Jan Huebner)

Teamcheck | 1899 Hoffenheim 1899 Hoffenheim will wieder in die Champions League

1899 Hoffenheim tanzt nach dem Aus im DFB-Pokal und in der Champions League nur noch auf einer Hochzeit. Das Ziel in der Bundesliga: ein Platz unter den besten vier.

So lief die Hinrunde

Das Team von Trainer Julian Nagelsmann zeigte in der Hinrunde phasenweise beeindruckenden Offensiv-Fußball. Im Defensivverhalten von 1899 Hoffenheim aber schlichen sich ungewohnt viele Fehler ein. Im DFB-Pokal kam das Aus in der zweiten Runde nach einem schwachen Auftritt bei RB Leipzig. In der Champions League scheiterte Hoffenheim in der Gruppenphase. Die Spiele auf internationalem Parkett waren zum Teil spektakulär, aber meist ohne den erhofften Ertrag. In allen sechs Partien kassierte die TSG mindestens zwei Gegentore. Am Ende standen in der Königsklasse drei Unentschieden und drei Niederlagen zu Buche.

Auch in der Bundesliga verpassten es die Kraichgauer häufig, ihre spielerische Überlegenheit in drei Zähler umzumünzen. Nach einer kurzen Hochphase Mitte der Hinrunde mit vier Siegen in Serie folgten bis zur Winterpause sechs Unentschieden. Der Abstand des Tabellensiebten auf die Champions-League-Plätze beträgt vor dem Start in die Rückrunde sechs Punkte.

Wer kommt, wer geht

Primäres Ziel von Alexander Rosen, Direktor Profifußball der TSG, ist es, den vor der Saison aufgrund der Champions-League-Teilnahme und angesichts vieler verletzter Spieler aufgestockten Kader wieder auszudünnen. Abwehrspieler Kevin Akpoguma wechselte auf Leihbasis zu Hannover 96, Ersatztorwart Gregor Kobel wurde nach Augsburg verliehen und Mittelfeldmann Steven Zuber zog es zum VfB Stuttgart (ebenfalls auf Leihbasis). Außerdem verließ der unter Trainer Nagelsmann nur wenig zum Zug gekommene Mittelfeldstratege Vincenzo Grifo die TSG Hoffenheim. Der Freistoßspezialist, der im November sein Debüt in der italienischen Nationalmannschaft feierte, versucht sein Glück in der Rückrunde beim SC Freiburg (ebenfalls auf Leihbasis).

Der Trainer

Julian Nagelsmann ist auch in seiner Abschiedssaison bei der TSG Hoffenheim voller Tatendrang. Der 31-Jährige, der im Sommer zum Ligakonkurrenten RB Leipzig wechseln wird, will Hoffenheim wieder in die Champions League führen. "Wenn wir eine ähnliche Sieg-Quote hinbekommen, wie letztes Jahr in der Rückrunde, dann glaube ich, dass wir auch wieder die Chance haben, unter die ersten vier zu kommen“, sagte Nagelsmann. Der jungeTrainer hat seinem Team in dieser Saison einen spektakulären Angriffsfußball eingeimpft. Er selbst sprach vom wohl besten Fußball seiner Amtszeit. Die Ergebnisse spiegelten die Leistungen auf dem Platz allerdings oft nicht wider.

Erwartungen an die Rückrunde

Die Erwartungshaltung rund um die TSG Hoffenheim hat sich innerhalb von nur drei Jahren extrem gewandelt. Im Winter 2016 war der Dorfklub aus dem Kraichgau noch Tabellenletzter und Abstiegskandidat Nummer eins. Nach zwei extrem erfolgreichen Spielzeiten (Platz vier und Platz drei) sind die Ambitionen mittlerweile andere: 1899 Hoffenheim will in der kommenden Saison wieder international spielen. Mindestens in der Europa League, am liebsten aber in der Königsklasse. 

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