Andrej Kramaric traf für 1899 Hoffenheim gegen den 1. FC Nürnberg (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Hoffenheim mit knappem Arbeitssieg gegen Nürnberg

Die TSG 1899 Hoffenheim hält den Anschluss an die oberen Tabellenplätze in der Bundesliga: Am 25. Spieltag bezwang die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann den 1. FC Nürnberg knapp mit 2:1 (1:0).

Mann des Tages war Angreifer Andrej Kramaric, der einen Doppelpack (25. Minute/Handelfmeter, 78.) schnürte. Hanno Behrens (61.) hatte zwischenzeitlich für den Club ausgeglichen. Damit liegt Hoffenheim mit nun 37 Punkten auf Rang acht.

Elfmeter nach Videobeweis zurückgenommen

Die 29.015 Zuschauer in Sinsheim erlebten schon in der 4. Minute den ersten Aufreger. Kramaric ließ sich beim Zweikampf mit dem Nürnberger Verteidiger Ewerton im Strafraum fallen. Schiedsrichter Christian Dingert zeigte auf den Punkt. Nach dem Videostudium nahm der Unparteiische die Strafstoß-Entscheidung zurück. Eigentlich hätte Kramaric zudem die Gelbe Karte sehen müssen.

Danach passierte erst einmal nicht viel. Die Gäste, bei denen Virgil Misidjan, Ondrej Petrak, Georg Margreitter und der gesperrte Matheus Pereira fehlten, hielten gut mit. Das lag aber auch an der TSG-Taktik. Trainer Nagelsmann hatte offensichtlich die Devise ausgegeben, Nürnberg aus der Defensive zu locken.

Kramaric eiskalt vom Punkt

Obwohl die angedachte Konter-Strategie zunächst nicht funktionierte, gingen die Kraichgauer dennoch in Führung. Patrick Erras blockte einen Schuss von Kramaric mit den Händen. Diesmal entschied Dingert zu Recht auf Strafstoß. Kramaric ließ sich die Chance auf sein elftes Saisontor nicht nehmen.

Nach der Führung erhöhten die Gastgeber, die ohne Kerem Demirbay, Dennis Geiger und den gesperrten Kasim Adams auskommen mussten, die Schlagzahl. Das Gäste-Team von Interimstrainer Boris Schommers wurde in die eigene Hälfte gedrängt. Ishak Belfodil scheiterte mit einer Großchance an FCN-Torwart Christian Mathenia und dem Pfosten (33.). Auch Pavel Kaderabek verpasste den zweiten TSG-Treffer (42.).

Hoffenheim lässt fast Punkte liegen

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen es die Hoffenheimer ruhiger angehen und verwalteten zunächst den Vorsprung. Das Spiel plätscherte ohne Höhepunkte vor sich hin. Nach rund einer Stunde wurden die Kraichgauer für ihre Passivität bestraft. Beim Treffer von Behrens sah TSG-Torwart Oliver Baumann nicht allzu gut aus. Im Anschluss an den Ausgleich fiel den Hoffenheimern in der Offensive kaum etwas ein. Erst der Geistesblitz von Kramaric ließ die TSG jubeln. Erras vergab in der Nachspielzeit noch eine große Chance für die Gäste.

"Die zweite Halbzeit war nicht ganz so gut von uns", bilanzierte TSG-Spieler Florian Grillitsch nach der Partie. "Die erste Halbzeit war besser, aber da müssen wir den letzten Pass bis zum Ende spielen und das 2:0 machen." Deshalb habe man am Ende noch sehr kämpfen müssen. "Wir sind glücklich über die drei Punkte", so Grillitsch.

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