Grifo und sein Elfmeter-Tor beim 4:1-Sieg in Leverkusen (Foto: Imago, Imago)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim "Spätzünder" Vincenzo Grifo überzeugt

Vincenzo Grifo gilt als einer der talentiertesten Mittelfeldspieler der Bundesliga. Nach einem verunglückten Gastspiel in Mönchengladbach wechselte der frühere Freiburger im Sommer nach Hoffenheim - und schlägt nun endlich ein.

Vincenzo Grifo strahlte über das ganze Gesicht und es gab sogar Küsschen für die Fernsehkamera. Am Samstag stand Vincenzo Grifo beim 4:1-Triumph in Leverkusen nach langer Zeit wieder in der Startelf und schoss zudem noch sein erstes Saisontor. Für den gebürtigen Pforzheimer mit sizilianischen Wurzeln war es das erste Bundesliga-Tor seit April 2017. Entsprechend gelöst wirkte Grifo im Interview nach dem Spiel.

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Grifo kennt Nagelsmann von früher

Mit seiner Leistung und seinem Tor hat er nicht nur Trainer Julian Nagelsmann glücklich gemacht, sondern auch sich selbst, wie er bei Instagram postete:

Vincenzo Grifo kennt seinen Trainer übrigens von früher: Als Grifo nach seinem Wechsel vom Karlsruher SC zum ersten Mal bei der TSG Hoffenheim spielte, war Julian Nagelsmann bereits Coach in der Hoffenheimer Jugend: "Julian ist ein junger, hungriger Trainer, der immer Perfektion anstrebt. Hoffenheim hat einen total geilen Weg zurückgelegt", sagt Grifo.

Nagelsmann: "Grifo soll zeigen, was er kann"

Grifo will diesen Weg jetzt mitgehen, zumal Trainer Nagelsmann ein wichtiger Faktor für seinen Wechsel zurück zu 1899 war. Gleichzeitig pusht Julian Nagelsmann seinen Neuzugang und ermutigt ihn zu "zeigen, was er kann".

Bevor Grifo nach Hoffenheim zurückkehrte, war er zuerst nach Dresden und zum FSV Frankfurt ausgeliehen. Danach wurde er an den SC Freiburg verkauft und spielte zunächst in der 2. Bundesliga. Als Top-Scorer schoss er die Breisgauer zurück in die Bundesliga. 2017 wechselte Vincenzo Grifo nach Mönchengladbach, konnte sich bei der Borussia aber nicht als Stammspieler durchsetzen –  für den 25-Jährigen ein enttäuschendes Jahr. Die nüchternen Zahlen: vier Vorlagen, kein einziges Tor. Dann die Entscheidung: Die Rückkehr vom Niederrhein in den Kraichgau.

Rosen: "Es gibt immer wieder Spätzünder"

Jetzt träumt der italienische U20-Nationalspieler von einer Berufung in die A-Nationalmannschaft und gleichzeitig auch vom Stammplatz in Hoffenheim. Nach dem schwierigen Saisonstart ist der "Spätzünder" Vincenzo Grifo endlich im Kraichgau angekommen. Beim 4:1 in Leverkusen stand er nach langer Zeit wieder in der Startelf, zeigte eine starke Leistung und erzielte per Elfmeter das zwischenzeitliche 3:1. Das erste Saisontor für Grifo. Neues Glück im zweiten Anlauf bei 1899? So sieht es auch TSG-Sportdirektor Alexander Rosen: "Es gibt immer wieder Spätzünder. Wir haben einen großen Kader und merken schon jetzt, dass wir Grifo brauchen.“

Auch die italienische Frohnatur Grifo selbst bleibt optimistisch: "Ich glaube immer an das Bestmögliche". Die Hoffenheim-Fans sehnen sich nun nach weiteren zündenden Ideen und Momenten von Grifo, bestenfalls schon am Mittwochabend in der Champions League bei Olympique Lyon (Anpfiff: 21:00 Uhr). Dannn gibt es vielleicht auch wieder ein Küsschen für die Kamera.

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