Pavel Kaderabek wird der TSG Hoffenheim gegen Eintracht Frankurt wohl fehlen (Foto: Imago, Roger Petzsche)

Bundesliga | TSG 1899 Hoffenheim Die TSG Hoffenheim kämpft in Frankfurt um die Europa League

Die TSG Hoffenheim will zurück in Europapokal. Mit einem Sieg bei Eintracht Frankfurt können die Kraichgauer die Hessen einholen. Pavel Kaderabek wird jedoch nicht helfen können.

Die TSG 1899 Hoffenheim hinkt im Kampf um die internationalen Plätze etwas hinterher, ausgerechnet vor der Partie beim Mitkonkurrenten Eintracht Frankfurt haben die Kraichgauer auch noch massive Personalprobleme. "Es sieht nicht so gut aus", sagte Trainer Julian Nagelsmann vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem Tabellensechsten und -achten am Samstag (15:30 Uhr live in SWR1 Stadion). Vor allem die Defensive ist gebeutelt: Kapitän Kevin Vogt, Benjamin Hübner, Ermin Bicakcic, Dennis Geiger, Florian Grillitsch und Christoph Baumgartner fallen allesamt verletzt aus.

Zudem fehlen der gesperrte Pavel Kaderabek sowie die Mittelfeldspieler Leonardo Bittencourt und Lukas Rupp. Im Winter hatten die Hoffenheimer gleich drei Abwehrspezialisten verliehen: Havard Nordtveit (FC Fulham), Kevin Akpoguma (Hannover 96) und Justin Hoogma (FC St. Pauli), dazu den vielseitig einsetzbaren Schweizer Nationalspieler Steven Zuber (VfB Stuttgart).

Dauer

Nagelsmann setzt auf Posch und Adams

Ob es ein Fehler war, das Quartett herzugeben? "Wenn man jetzt drauf schaut, würden wir es nicht noch mal machen", sagte Nagelsmann am Donnerstag achselzuckend. "Aber wenn alle Verletzten jetzt da wären und noch diese Vier dazu, dann wären es deutlich zu viel. Ich bin halt kein Hellseher." In der Abwehr gefordert sind nun vor allem der 21-jährige Stefan Posch und Kasim Adams.

Bauen konnte die TSG zuletzt auf ihre Auswärtsstärke: Das 1:1 am Montag in Leipzig war die neunte Partie auf fremdem Platz in Serie, die nicht verloren ging - Vereinsrekord. Wie die Hoffenheimer gegen das herausragende Frankfurter Angriffs-Trio Luca Jovic - mit 15 Saisontore derzeit der Toptorjäger der Liga -, Sébastien Heller und Ante Rebic bestehen können, darüber wollte sich Nagelsmann gar nicht groß auslassen: "Grundsätzlich müssen wir dagegen halten, aber für uns geht es erst mal darum, elf gesunde Spieler zu finden."

Nagelsmann spielt auf Sieg

Mit dem kroatischen Vize-Weltmeister Andrej Kramaric und dem Brasilianer Joelinton sowie dem zuletzt starken Algerier Ishak Belfodil verfügt allerdings auch die TSG über einen starken Sturm. Zudem weist sie mit insgesamt 45 Treffern einen mehr auf als die Eintracht. "Die Eintracht hat eine Mannschaft mit sehr viel Herz. Es wird am Samstag darum gehen, sich gegen ihre aggressive Verteidigung zu wehren. Wir haben einen Plan und werden ein gutes Spiel machen", versprach Nagelsmann.

Der 31-Jährige Chefcoach will ja den Hoffenheimern unbedingt einen Platz im internationalen Geschäft hinterlassen, wenn er im Sommer zu RB Leipzig wechselt. Die derzeit schwierige personelle Situation ändere daran nichts. "Die Zielsetzung ist relativ alternativlos - selbst, wenn wir mit vier Mann antreten würden, würden wir gewinnen wollen."

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