Stefan Posch und Kerem Demirbay können Eintracht-Stürmer Ante Rebic gemeinsam stoppen (Foto: SWR, imago images / Eibner)

Bundesliga | TSG Hoffenheim TSG Hoffenheim verliert in der Nachspielzeit

Die TSG Hoffenheim hat die Gelegenheit verpasst, bei Eintracht Frankfurt wichtige Punkte für den Europapokal zu holen. Der entscheidende Gegentreffer fiel in der Nachspielzeit.

Vor 49.500 Zuschauern hatte Ante Rebic (20.) die Gastgeber aus Frankfurt in Führung gebracht. Joelinton (43.) und Ishak Belfodil (60.) erzielten die Treffer für die TSG Hoffenheim. Wie erwartet setzten die beiden Clubs mit den besten Angriffsreihen der Liga hinter Borussia Dortmund und Bayern München auf ihre Offensivstärke.

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Nagelsmann mit der üblichen Vorwärtsstrategie

Auch Gäste-Trainer Julian Nagelsmann wich trotz massiver Personalprobleme vor allem in der Abwehr um den verletzten Kevin Voigt nicht von seiner Vorwärtsstrategie ab. Deshalb entwickelte sich ein munteres Spiel mit guten Möglichkeiten, aber nur wenigen Großchancen. In der 15. Minute wurde es erstmals richtig gefährlich vor dem 1899-Gehäuse, als Sebastian Rode von der linken Strafraumgrenze einen Freistoß reinzirkelte und Eintracht-Verteidiger Evan Ndicka den Ball nur knapp am Tor vorbei köpfte.

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Frankfurt hat das Spiel im Griff

Fünf Minuten später gelang dies den Frankfurtern viel besser: Bei einem Freistoß von Filip Kostic köpfte der sich flink aus der Mauer lösende Rebic ins rechte Eck. Für den kroatischen Vizeweltmeister war es der neunte Saisontreffer. Danach war der DFB-Pokalsieger dichter am zweiten Tor dran als die Hoffenheimer am Ausgleich. So vergab der allein in den gegnerischen Strafraum eindringende Haller (25.) die Möglichkeit zum 2:0. Statt es selbst mit einem Schuss aus Nahdistanz zu versuchen, passte er zu ungenau auf Rebic. Auch Rode (37.) konnte aus einer guten Chance kein Kapital schlagen: Nach seiner Balleroberung im Mittelfeld spielte er Rebic an, bekam den Ball zurück, schoss aber nach einer Drehung aus 14 Metern zu lasch in die Arme von Hoffenheim-Keeper Oliver Baumann.

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Hoffenheim mit neuem Schwung

Die Gäste drehten vor dem Pausenpfiff noch einmal auf und erzielten durch Joelinton das 1:1. Einen Flachpass von Joshua Brenet leitete Adam Szalai per Hacke weiter und der Brasilianer musste den Ball nur noch über die Torlinie drücken. Diesen Schwung nahmen die Gäste mit in die zweite Halbzeit und ließen den nun etwas ideenlosen Platzherren wenig Raum zur Entfaltung - und wurden dafür belohnt. In der 60. Minute schoss Belfodil aus 14 Metern zum 2:1 ein, was die Frankfurter wieder aktiver werden ließ. Nach einer Gelb-Roten Karte für Kasim Adams (65.), der den fast entwischten Haller foulte, spielten die Hessen nur noch gegen zehn Mann und drehten das Spiel durch die Tore von Haller und Paciencia.

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