Duell zwischen Raheem Sterling von Manchester City (li.) und Nico Schulz von 1899 Hoffenheim (Foto: Imago, Action Plus)

Champions League | TSG 1899 Hoffenheim Hoffenheim beendet Gruppenphase sieglos

Auch im sechsten Gruppenspiel der Champions League gab es für die TSG 1899 Hoffenheim keinen Sieg. Bei Manchester City unterlag die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann mit 1:2 (1:1).

Damit scheidet 1899 Hoffenheim nach drei Remis und drei Niederlagen als Letzter seiner Gruppe aus. Die ersten beiden Teams, Manchester City und Olympique Lyon, erreichten das Achtelfinale der Königsklasse. Schachtjor Donezk darf als Gruppendritter im Frühjahr in der Runde der letzten 32 in der Europa League weitermachen. Für 1899 ist der internationale Wettbewerb beendet.

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Sané dreht das Spiel mit einem Doppelpack

Andrej Kramaric hatte die TSG vor 50.411 Zuschauern per Foulelfmeter (16. Minute) sogar in Führung gebracht, der deutsche Nationalspieler Leroy Sané glich noch vor der Pause aus (45.+1) und machte den Sieg mit einem Traum-Freistoß perfekt (61.).

Kramaric mit toller Serie

Die rund 1.800 aus Hoffenheim mitgereisten Fans sahen eine mutige Gästemannschaft, die im 4-3-3-System antrat und gleich in der Startphase ein paar Nadelstiche setzte. Die ersten beiden guten Gelegenheiten vergab Vize-Weltmeister Kramaric noch (11./14.), doch den Strafstoß verwandelte der Kroate eiskalt. Bemerkenswert: Für Kramaric war es der siebte Treffer im siebten Pflichtspiel in Serie für seinen Klub. Aymeric Laporte hatte TSG-Kapitän Benjamin Hübner, der erst am Wochenende beim 2:2 in Wolfsburg sein Comeback und seinen Saisoneinstand gegeben hatte, im 16er zu Boden gerissen.

Danach wachte Man City nach einer verschlafenen Viertelstunde auf - und der Ausgleich lag in der Luft: Der Brasilianer Gabriel Jesus köpfte nach einem Eckball des deutschen Nationalspielers Leroy Sané an den Pfosten (19.), beim Kopfball von John Stones bekam Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann den Ball gerade noch zu fassen (21.). Sanés Treffer war wie aus dem Bilderbuch: Bei seinem 25-Meter-Freistoßkracher ins Eck streckte sich Baumann vergeblich. "Leroy, Leroy!" skandierten die City-Fans.

Hoffenheims Abwehr verbessert

Dennoch machte die Abwehr des Champions-League-Neulings - zuletzt die große Schwachstelle des Nagelsmann-Teams - ihren Job bis dahin sehr gut. Fast jeder Spieler übernahm Defensivaufgaben, selbst Brasiliens Stürmer Joelinton war im Etihad Stadium kein Weg zu weit.

Man City kam auf Betriebstemperatur, wurde immer besser - und dann hatte die TSG zum zweiten Mal Glück: Nach einem Freistoß von Nationalspieler Ilkay Gündogan wird der Ball noch an die Latte abgefälscht. Aber auch ohne Spielmacher Kevin de Bruyne, den früheren Wolfsburger, drückte die englische Startruppe mit dem Sturmtrio Jesus, Raheem Sterling und Sané auf das 2:1.

Nagelsmann musste alles riskieren und schickte nach der Pause Reiss Nelson auf den Platz: Die erst 19 Jahre alte Leihgabe des FC Arsenal gilt als großes Sturmtalent in England. Doch die Musik spielte jetzt auf der anderen Seite: Manchester City vergab zahlreiche hochkarätige Chancen und scheiterte dabei mehrfach am überragenden Gäste-Keeper Baumann. Sané sorgte schließlich für die Entscheidung - doch der hochverdiente Heimsieg hätte deutlich höher ausfallen müssen.

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