TSG-Hoffenheim-Stürmer Ishak Belfodil konnte sich gegen Josuha Guilavogui nicht entscheidend in Szene setzen (Foto: Imago, imago images/Jan Huebner)

Fußball | Bundesliga Hoffenheim wartet weiter auf den zweiten Sieg

Die TSG 1899 Hoffenheim kommt beim VfL Wolfsburg nicht über ein Unentschieden hinaus. Damit können die Kraichgauer nicht an die Europapokal-Plätze heranrücken.

Zwar brachte TSG-Jubilar Sebastian Rudy Hoffenheim in seinem 200. Bundesligaspiel für die Kraichgauer mit einem sehenswerten Volleyschuss früh in Führung (6.). Doch Admir Mehmedi sorgte nach tollem Doppelpass mit Wout Weghorst (36.) schon vor der Pause für den Ausgleich. Am Ende sicherte Torhüter Pavao Pervan dem VfL mit zwei Paraden gegen die eingewechselten Christoph Baumgartner (81.) und Sargis Adamyan (88.) das Remis.

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Hoffenheim, das weiter auf den zweiten Saisonsieg wartet, rangiert mit fünf Punkten auf Rang elf. Vor den Augen des Ex-Hoffenheimers und jetzigen Leipzig-Coachs Julian Nagelsmann lieferten sich beide Teams ein Spiel mit offenem Visier und vor allem in der ersten Hälfte hohem Unterhaltungswert. Begünstigt von einer hohen Fehlerquote in den Defensivreihen boten sich zahlreiche Torchancen. Für Hoffenheim vergaben Ihlas Bebou (21.), Robert Skov, der das Leder kurz vor der Pause aus 20 Meter an die Unterkante der Latte hämmerte, und Pavel Kaderabek per Kopf (48.). "Ich finde, wir hätten das Spiel hinten heraus gewinnen müssen", meinte TSG-Verteidiger Kevin Vogt. "Wir haben uns drei richtige Hochkaräter herausgespielt. Wir hätten ein zweites Tor machen müssen. Dadurch haben wir uns nicht belohnt."

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Nur 21.120 Zuschauer beim Montagskick

Die Gastgeber hatten beste Möglichkeiten durch William (35.) und Weghorst (38.). Pech hatte der VfL, als ein vermeintlicher Treffer durch Josip Brekalo nach Videobeweis wegen Handspiels nicht gegeben (39.) wurde. Zudem traf Mehmedi (61.) aus dem Abseits. Atmosphärisch hatte das erste Montagsspiel der Saison dagegen lange Zeit nicht viel zu bieten. Zum einen war die Volkswagen-Arena mit 21.120 Zuschauern längst nicht voll. Zum anderen machte sich der Stimmungsboykott der VfL-Fans bemerkbar, die aus Protest gegen die Anstoßzeit über die gesamte erste Halbzeit auf ihren Support verzichten.

Schon vor der Partie hatte die Spielansetzung für Ärger gesorgt. TSG-Coach Schreuder bedauerte, dass aufgrund des ungewohnten Termins nur knapp 100 Anhänger die Kraichgauer am Montagabend nach Niedersachsen begleiteten. "Man spielt Fußball auch für die Fans, insofern ist das schade", sagte der Niederländer. Das Montagsduell ist das erste von fünf Spielen in dieser Spielzeit, nach weiteren fünf Begegnungen in der Saison 2020/2021 wird der höchst umstrittene Termin aufgegeben. Was Schreuder explizit befürwortet: "Bis dahin aber müssen wir noch damit umgehen."

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