Robert Skov und Ihlas Bebou feiern den Hoffenheimer Sieg gegen Werder Bremen (Foto: Imago, imago images / HMB-Media)

Fußball | Bundesliga Hoffenheim mit glücklichem Sieg gegen Werder Bremen

Zehn starke Minuten und etwas Glück reichen der TSG Hoffenheim zum 3:2-Sieg gegen Werder Bremen. Dabei hatte sich das Team von Trainer Alfred Schreuder zur Pause noch gellende Pfiffe anhören müssen.

Die TSG Hoffenheim bescherte Trainer Alfred Schreuder beim 3:2-Sieg gegen Werder Bremen einen erfolgreiche Heim-Premiere. Ermin Bicakcic (54.), Neuzugang Ihlas Bebou (59.) und Pavel Kaderabek (87.) trafen für Hoffenheim. Rückkehrer Niclas Füllkrug (42.) und Yuya Osako (81.) waren für Werder erfolgreich. Bremen verlor außerdem Johannes Eggestein in der 77. Minute wegen wiederholtem Foulspiel mit Gelb-Rot. Allerdings sahen die 27.333 Zuschauer in der Sinsheimer Arena zu Beginn eine zerfahrene Partie.

Die Gastgeber, die auf Andrej Kramaric, Benjamin Hübner und Steven Zuber verzichten mussten, leisteten sich viele Fehler bei ihren Offensivbemühungen. Die Bremer, bei denen Milot Rashica, Ludwig Augustinsson, Philipp Bargfrede, Sebastian Langkamp und Milos Veljkovic fehlten, machten es nicht besser. Entsprechend war das Niveau in der Anfangsphase äußerst überschaubar. Chancen konnte kein Team in den ersten zehn Minuten verbuchen.

Viel Langeweile vor der Pause

Die Gäste, die kurz vor der Verpflichtung von Nabil Bentaleb vom Liga-Rivalen Schalke 04 stehen sollen, mussten schon nach 17 Minuten wechseln. Ömer Toprak konnte aufgrund einer Wadenverletzung nicht weitermachen. Für den Abwehrchef kam Kevin Möhwald. Auch nach einer halben Stunde war vor beiden Toren so gut wie nichts passiert. Das Spiel entwickelte sich zu einem Langweiler. Vor allem die Hoffenheimer, die am dänischen Angreifer Kasper Dolberg von Ajax Amsterdam interessiert sein sollen, zeigten bis dahin eine enttäuschende Vorstellung. Danach wurde es nicht besser. Der Unterhaltungswert der Begegnung ging gegen null. Die Torhüter waren beschäftigungslos.

Spektakel nach dem Hoffenheimer Doppelschlag

Der Kopfball-Treffer Füllkrugs nach einer Ecke von Nuri Sahin fiel aus dem Nichts. Es war das erste Tor des Angreifers für Werder seit dem 20. Oktober 2012. In den ersten Minuten nach dem Seitenwechsel sah es nicht danach aus, dass die TSG schnell zurück in die Partie findet. Wie beim Füllkrug-Tor bahnte sich der Treffer von Bicakcic nicht an. Auch der Hoffenheimer Verteidiger traf per Kopf nach einer Ecke - die in diesem Fall von Dennis Geiger ausgeführt wurde. Kurz darauf drehte der Togolese Bebou, der von Absteiger Hannover 96 in den Kraichgau kam, das Spiel.

Nach dem Hoffenheimer Doppelschlag nahm die Begegnung Fahrt auf. Bremen drängte auf den Ausgleich, die TSG konterte. In der 71. Minute griff die neue Handspielregel zu Ungunsten der Gäste. Das zunächst gegebene 2:2 durch Füllkrug wurde nach Videobeweis von Schiedsrichter Sascha Stegemann (Niederkassel) zurecht zurückgenommen, weil Füllkrug den Ball an den Arm bekommen hatte.

STAND