TSG-Hoffenheim-Trainer Alfred Schreuder sucht nach Antworten auf die sportliche Krise (Foto: Imago, imago images / eu-images)

Fußball | Bundesliga Hoffenheim in Wolfsburg unter Druck

Das 0:3 gegen den SC Freiburg war eine herbe Enttäuschung für die TSG Hoffenheim und Trainer Alfred Schreuder. Darum stehen die Kraichgauer im Montagsspiel beim VfL Wolfsburg mächtig unter Druck.

Alfred Schreuder hat keinen Bock auf Montagsspiele. "Generell, glaube ich, spielt man Fußball für die Fans. Die Antwort zu den Montagsspielen ist schon gegeben durch die Liga. Das sagt eigentlich genug", sagte Hoffenheims Trainer. Da die DFL die Montagsspiele jedoch erst zur Saison 2021/2022 abschaffen wird, muss seine TSG beim VfL Wolfsburg noch in den sauren Apfel beißen. Etwa 100 Hoffenheimer Fans wollen die Mannschaft auf der 480 Kilometer langen Reise von Sinsheim nach Niedersachsen begleiten.

Dauer

Dort hoffen sie, dass Alfred Schreuder bereits eine sportliche Antwort auf das eher ernüchternde 0:3 gegen den SC Freiburg gefunden hat. "Die Jungs haben sehr gut reagiert, wir haben eine Analyse gemacht. Wir sind auf die Sachen eingegangen, die nicht gut gelaufen sind", sagte der Coach. Ein wenig ruppiger als sonst sei es im Training diese Woche schon zugegangen, berichtete er.

Hoffenheim mit mäßigem Saison-Start

Besonders berauschend ist Hoffenheims Bilanz in dieser Saison bislang nicht. Abgesehen vom Sieg gegen Bremen gab es ein ermauertes 0:0 bei Bayer Leverkusen sowie zwei Niederlagen gegen den Sport-Club Freiburg und Eintracht Frankfurt. Selbst das Pokal-Weiterkommen bei Drittligist Würzburger Kickers war glücklich. "Du überlegst viel, was man besser machen kann", so Schreuder. Schon als Spieler habe er nach besonders schmerzlichen Niederlagen nicht gut geschlafen. Die großen Fußstapfen von Julian Nagelsmann, der mit RB Leipzig die Bundesliga-Tabelle anführt, machen es ihm dabei nicht leichter.

Beim Europapokal-Starter ist Hoffenheim Außenseiter. "Ich habe fast alle Spiele von Wolfsburg gesehen. Sie sind vorne sehr stark und im Mittelfeld sehr souverän. Es ist ein gutes Team, sie haben im Sommer nicht so viel geändert", befand Schreuder. Bei den Niedersachsen scheint der Trainerwechsel von Bruno Labbadia zu Oliver Glasner besser über die Bühne gegangen zu sein. Allerdings musste Glasner auch nicht vier Leistungsträger ersetzen wie Schreuder in Person von Nico Schulz, Nadiem Amiri, Kerem Demirbay und Joelinton.

Personal-Mangel in der Offensive

Auch die Ausfälle im Team machen dem Neu-Coach weiter zu schaffen. Vize-Weltmeister Andrej Kramaric fehlt wegen Knieproblemen, seine Präsenz und seine Tore werden in der Offensive schmerzlich vermisst. Auch für Flügelspieler Steven Zuber und Neuzugang Diadie Samassékou kommt ein Einsatz zu früh.

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