Andrej Kramaric umarmt Ihlas Bebou nach dessen Tor gegen den FC Schalke. (Foto: Imago, HJS)

Fußball | Bundesliga Bebou und Co. machen Hoffenheims Abgänge vergessen

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Im Sommer hat die TSG Hoffenheim viele Leistungsträger verloren. Nach einem holprigen Saisonstart kommen die von Sportdirektor Alexander Rosen verpflichteten Nachfolger aber immer besser in Schwung.

Drei Siege in Serie, Anschluss zu den Europapokal-Plätzen hergestellt, die Bayern besiegt - für die TSG Hoffenheim läuft es derzeit wie am Schnürchen. Anfang Oktober hat noch niemand damit gerechnet. Die damalige Bilanz: Nur ein Sieg aus den ersten sechs Spielen, fünf Punkte und Tabellenplatz zwölf. Und dann wartete auch noch der FC Bayern.

Bayern-Schreck Adamyan

Als jeder von einem klaren Heimerfolg des Rekordmeisters ausging, folgte die Sensation: 2:1-Sieg der TSG beim FC Bayern München, mit zwei Toren von Sargis Adamyan. Eine Woche später: Heimsieg gegen den FC Schalke. Ihlas Bebou war einer der Torschützen für die Kraichgauer. Und am vergangenen Wochenende holten sich die Hoffenheimer drei Zähler aus der Hauptstadt. Jürgen Locadia trifft beim 3:2 gegen Hertha BSC. Doch was haben Adamyan, Bebou und Locadia gemeinsam? Sie sind alle Stürmer und in diesem Sommer verpflichtet worden.

Alexander Rosen hat mit seinem Team erneut ein goldenes Händchen bewiesen. Vor der neuen Saison haben die Hoffenheimer mit Joelinton, Kerem Demirbay, Nico Schulz und Nadiem Amiri vier absolute Leistungsträger verloren. Dazu kam mit Alfred Schreuder ein neuer Trainer für den sehr erfolgreichen Julian Nagelsmann. Im Gespräch mit SWR Sport erklärt Rosen am Beispiel von Jürgen Locadia, dass Hoffenheim für derartige Transfers häufig einen langen Atem braucht.

Dauer

Kramaric trifft und trifft

Trainer Alfred Schreuder ist sich sicher, dass die Neuzugänge "die neuen Stars von Hoffenheim" werden. Ein großes Kompliment für Rosen. Aber der 40-jährige ist von den neuen Spielern begeistert, auch die Arbeit von Coach Schreuder hat ihn überzeugt: "Wir glauben an diesen Weg und sind mit der Arbeit von Alfred und seinem Team hochzufrieden." Auch ein alter Bekannter läuft aktuell zur neuer Hochform auf: Vizeweltmeister Andrej Kramaric. Nach langer Verletzungspause hat er bei seinem Comeback gegen Schalke und in Berlin jeweils getroffen. Der Kroate ist in den vergangenen Jahren für die TSG unverzichtbar geworden. Allein in der vergangenen Saison schoss der 28-Jährige 17 Tore in 30 Spielen.

Am Dienstag muss Hoffenheim im DFB-Pokal beim MSV Duisburg ran. Drei Tage später spielt die TSG gegen den Tabellenletzten aus Paderborn. Die Chancen stehen gut, dass Bebou und Co. den Höhenflug fortsetzen und den vierten Dreier in Folge einfahren.

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