Sargis Adamyan von der TSG Hoffenheim  (Foto: Imago, Imago Images Jan Hübner)

Fußball | Bundesliga Aus der Regionalliga zum Bayern-Schreck: Hoffenheims Sargis Adamyan

Vor zwei Jahren spielte Sargis Adamyan noch mit dem TSV Steinbach in der Regionalliga. Jetzt besiegte der Hoffenheim-Profi den großen FC Bayern fast im Alleingang.

Der Mann konnte sein Glück kaum fassen. Und schon gar nicht in Worte fassen. Dabei war Sargis Adamyan doch der gefragteste Gesprächspartner nach dem sensationellen 2:1-Coup seiner Hoffenheimer bei den großen Bayern. Die hatten noch vor vier Tagen beim 7:2 in der Champions League gegen Tottenham eine Gala zelebriert; jetzt sorgte der armenische Nationalspieler im Hoffenheim-Dress als zweifacher Torschütze (54./79. Minute) für den überraschenden Premierensieg der TSG beim Rekordmeister aus München.

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Höhepunkt seiner Karriere

"Ich kann das selber noch nicht genau fassen," erzählte der 26-Jährige nach dem Spiel. "Der Trainer hat mir die Chance gegeben, und ich wollte das Vertrauen zurückzahlen. Ich glaube, dass es mir ganz gut gelungen ist. Ich habe mich darauf gefreut, in so einem Spiel auflaufen zu dürfen.“ Freude strahlend sprach er bei Sky vom größten Tag in seiner bisherigen Karriere. "Ich habe letzte Saison noch einen Hattrick geschossen in Hamburg. Ich denke, das hier ist ein bisschen größer. In so einem Stadion zu spielen, vor zwei Jahren habe ich noch in der Regionalliga gespielt, das ist ein Riesentraum für mich."

Tatsächlich. Im Sommer 2017 spielte Sargis Adamyan noch mit dem TSV Steinbach in der Regionalliga, unter anderem gegen die U23 der TSG Hoffenheim. Nach seinem Wechsel zu Jahn Regensburg gelang dem Armenier in der Saison 2018/19 der Durchbruch: In der 2. Bundesliga erzielte der Nationalspieler 15 Tore und bereitete elf weitere Treffer vor. Kurz darauf verpflichtete die TSG den Offensivspieler und erfüllte Adamyan damit seinen Traum von der Bundesliga.

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"Wir können in der Bundesliga jeden schlagen"

Dem Sieg in München misst er eine große Bedeutung zu: "Es war sehr wichtig. Die letzten Wochen waren nicht so einfach für uns. Mit dem Sieg können wir zeigen, dass wir in der Bundesliga jeden schlagen können." Großartig feiern wird der Hoffenheimer Stürmer seine Gala-Vorstellung allerdings nicht. Auf die Frage, ob es jetzt auf die Wiesn zum Oktoberfest gehe, antwortete er trocken: "Nein. Ich fliege morgen zur Nationalmannschaft."

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