Christoph Baumgartner im Spiel gegen Fürth.  (Foto: imago images, IMAGO/Sportfoto Rudel)

Fußball | Bundesliga

Hoffenheim nach Frust-Spielen und vor Frankfurt: "Sind jetzt Jäger"

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Eigentlich wollte Hoffenheim im Endspurt sogar noch um die Champions-League-Plätze mitspielen. Inzwischen ist man froh, wenn es noch irgendwie für die Europa League reicht. Dafür muss in Frankfurt endlich wieder ein Erfolg her.

Wenn der TSG 1899 Hoffenheim nicht schnell die Wende gelingt, zerbröseln Trainer Sebastian Hoeneß allmählich die Hoffnungen einer ganzen Saison. Der 39-Jährige und sein Team sind in der Bundesliga-Partie am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt mächtig gefordert. Das weiß Hoeneß natürlich selbst am besten, er spricht von einer "gewissen Angriffslust", die sich breit gemacht habe. Nach fünf Spielen ohne Sieg und nur einem einzigen Tor in den vergangenen vier Begegnungen ist der angestrebte Europa-League-Platz immer mehr gefährdet.

Hoffenheim-Trainer Hoeneß: "Wir sind jetzt Jäger"

"Wir sind jetzt Jäger, die Saison ist nicht vorbei. Natürlich hätten wir uns gerne eine andere Ausgangsposition erarbeitet", sagte Hoeneß bei der Pressekonferenz am Donnerstag vor dem 31. Spieltag. Man habe einige Kleinigkeiten in den Abläufen geändert, "um ein bisschen die Routine aufzubrechen". Ähnlich wie der TSG-Coach hatte sich bereits der dieses Mal gesperrte österreichische Spielmacher Christoph Baumgartner nach dem 0:0 gegen Schlusslicht Fürth geäußert: "Wir sind enttäuscht, sind nun in der Jägerrolle und wollen in den nächsten Wochen noch angreifen."

Frankfurt zwischen Europa-League-Freuden und Bundesliga-Sorgen

Die Europa-League-Asse der Eintracht schwächeln im Liga-Alltag ähnlich wie die TSG, haben vier Mal in Folge nicht gewonnen. Das Aufeinandertreffen zwischen dem Tabellenzehnten und -achten ist für Frankfurt wieder mal eine Art Sandwich-Spiel: Die Begeisterung über den Coup beim FC Barcelona ist noch nicht verflogen am Main, jetzt rückt aber schon der erste Halbfinal-Kracher am kommenden Donnerstag bei West Ham United in den Fokus.

"Ich finde die Frankfurter grundsätzlich unangenehm zu bespielen", sagte Hoeneß, dessen Vertrag in Hoffenheim noch bis zum 30. Juni 2023 läuft. "Sie werden jetzt das Spiel nutzen, um nochmal irgendwie Richtung internationale Ränge und mit einem guten Gefühl in die nächsten internationalen Spiele zu kommen."

Hoffenheim weiter mit Personalsorgen

Die Hoffenheimer kehrten von den beiden vergangenen Auswärtsreisen zu Hertha BSC und RB Leipzig jeweils mit einem 0:3 zurück. Die vielen Ausfälle sind sicher mit ein Grund dafür. Auch vor Frankfurt ist der Trainer in seinen Möglichkeiten eingeschränkt, andererseits verfügt er über einen Kader mit 23 Feldspielern.

Für Samstag fehlt neben den gelbgesperrten Baumgartner und Pavel Kaderabek und dem an der Schulter operierten Marco John wohl auch erneut Florian Grillitsch. Hoeneß sprach von einem "ziemlich großen Fragezeichen», da der Abwehrorganisator Schmerzen am Innenband habe. Bayern-Leihgabe Chris Richards fällt wegen einer Muskelsehnen-Verletzung im Oberschenkel für den Rest der Spielzeit aus, bei Kapitän Benjamin Hübner (Rückenprobleme) droht Ähnliches. Angeschlagen, aber schon eher einsatzbereit sind Stefan Posch (Platzwunde am Kopf beim Fürth-Spiel) und Dennis Geiger (Schienbeinprellung).

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