FCK Kapitän Hendrick Zuck in Aktion (Foto: IMAGO, Imago/Fotostand)

Fußball | 3. Liga

Lauterns Hendrick Zuck: "Das A...-Wort nehme ich nicht in den Mund!"

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Julia Metzner

In gut vier Wochen ist die Saison 2021/22 in der 3. Liga zu Ende. Vier Spiele noch für den Tabellenzweiten 1. FC Kaiserslautern. Große Töne kurz vor dem Ziel: Fehlanzeige.

Wer Aufstiegs-Ansagen von Hendrick Zuck erwartet hat, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Das Thema Aufstieg in die Zweite Liga ist natürlich Thema. Das zu leugnen ist bei noch vier ausstehenden eigenen Spielen (der eigentliche Gegner am letzten Spieltag Türkgücu ist insolvent, die Partie fällt aus) als Tabellenzweiter auch zwecklos. Aber es wirklich auszusprechen, dieses Wort "Aufstieg", das geht dem Lauterer Vize-Kapitän dann doch zu weit. "Nein, das nehme ich nicht in den Mund, weil wir noch vier Spiele haben, die anderen Mannschaften noch fünf Spiele, da kann noch einiges passieren", begründet Zuck seine Zurückhaltung. "Wir sind nah dran, aber es auszusprechen, das möchte ich noch nicht, nein", stellt er im Gespräch mit SWR Sport klar.

"Ich bin ich geblieben"

Als Kapitäns-Vertreter von Jean Zimmer war Zuck zuletzt mal wieder wochenlang nicht nur fußballerisch gefragt. Ob ihn die Binde verändert habe? "Wahrscheinlich sagt man das ein oder andere mehr, aber ich bin ich geblieben", reflektiert Zuck, der übrigens klare Vorstellungen von dieser Kapitänsrolle hat: "Der Kapitän muss nicht immer künstlich rumschreien, sondern einfach auch mal ruhig die Mannschaft auf dem Platz führen". Das hat der Linksfuß in den letzten Wochen genau so umgesetzt. Aber jetzt ist er froh, dass der eigentliche "Chef" zurück ist: "Jean ist jetzt wieder dabei, das freut uns sehr". Typisch Kaiserslautern im Frühjahr 2022, das große Miteinander, auch so ein Baustein des Erfolgs: "Das ist einfach wahnsinn, wie das Team zusammenhält", bringt es Zuck auf den Punkt.

Die beste Defensive der Liga, kein Zufall

Die gerade mal 19 Gegentore sind der Topwert unter den Topklubs: Spitzenreiter Magdeburg hat 32 Gegentreffer kassiert, der Tabellendritte Braunschweig 31. Eine Stärke des 1. FC Kaiserslautern, die für den Mann von der linken Aussenbahn viele Gründe hat. Neue Spieler waren zur neuen Saison dazu gekommen, und nach einer nicht ganz so guten Eingewöhnungsphase zu Saisonbeginn habe man es auch mit eine kleinen Systemumstellung probiert. "So nach dem achten oder neunten Spieltag haben wir uns gefangen, und das System funktioniert bis heute".

"Es macht uns einfach aus, dass wir als Team von vorne bis nach hinten wirklich gegen den Ball gut arbeiten, das macht uns aus!"

Der achte Spieltag, das war das Derby gegen den SV Waldhof am 19. September 2021. Zu neunt hielten die Lauterer, damals auf Tabellenplatz 15, ein 0:0. Es war der Startschuß. Lautern begann in der Tabelle zu klettern. 17 der dann folgenden 25 Partien spielte Kaiserslautern "zu Null".

Zucks Derby-Vorfreude der anderen Art

Hendrick Zuck ist Saarländer. Das allein wäre ja schon Grund genug, sich auf dieses Duell besonders zu freuen. Aber dann ist da auch noch Manuel Zeitz, der Kapitän des 1. FC Saarbrücken. "Wir waren früher immer zusammen, waren beste Kumpels, wir haben beide mit 3 Jahren angefangen Fußball zu spielen", erzählt Zuck. Der Vater vom kleinen Hendrick war der Trainer der beiden Bambini-Kicker. Jetzt treffen sie im Derby aufeinander. Per Video-Grußbotschaft hat Zeitz schon mal "einen heißen Kampf auf dem Betze" angekündigt. Hendrick Zuck hat es mit einem breiten Grinsen verfolgt. Denn heiße Duelle haben die beiden sich schon in der Jugend geliefert, der eine, Zuck, für Neunkirchen, der andere, Zeitz, schon damals für Saarbrücken. Da ging es noch hin und her, aber später im Profi-Bereich hat Zuck noch nie gegen seinen Kumpel verloren. Und gehts nach dem Lauterer, dann darf das auch am Ostersonntag gerne so bleiben.

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Julia Metzner

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