Thomas Hengen hat ein Handy am Ohr und telefoniert (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / Eibner-Pressefoto | Eibner-Pressefoto/Alexander Neis)

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Wer kommt, wer geht? So bereitet FCK-Boss Thomas Hengen die 2. Liga vor

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Während in Kaiserslautern zum Teil noch immer der Aufstieg gefeiert wird, muss FCK-Chef Thomas Hengen weitreichende Entscheidungen treffen. Es gilt, einen schlagkräftigen Kader für die 2. Liga zusammenzustellen.

"Das ist nicht nur Erleichterung, das ist pure Freude", beschreibt FCK-Chef Thomas Hengen seine Gefühlslage nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga im SWR Sport Podcast "Nur der FCK".

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Von dem, was sich in den vergangenen Tagen in Kaiserslautern abgespielt hat, zeigt sich Hengen beeindruckt: "Da siehst du einfach, wie wichtig der Klub den Leuten ist". Die ganze Region habe sich nach einem Erfolg gesehnt.

Der "schlafende Riese" FCK ist aufgewacht

Stürmer Terrence Boyd sprach bei der Aufstiegsfeier auf dem Stiftsplatz davon, dass der "schlafende Riese" FCK aufgewacht sei. Das sieht Sport-Geschäftsführer Hengen zwar ähnlich, wirft den Blick aber direkt auf die kommenden Aufgaben: "Schlafender Riese ist richtig, aber man darf nicht zu viel schlafen. Jetzt kommen ganz andere Kaliber. Deswegen müssen wir unseren Kader so konkurrenzfähig aufstellen, dass wir in der 2. Liga mithalten können."

Bedeutet: Die Kaderplanung läuft auf Hochtouren. So ganz genau will sich Hengen dabei allerdings noch nicht in die Karten schauen lassen. Es sei selbstredend, dass man sich eine Liga höher auf jeder Position verbessern müsse. Und: "Wir müssen mehr Tempo in unser Spiel kriegen!"

FCK will größte Leistungsträger halten

Ob Leistungsträger wie Torwart Matheo Raab oder Top-Vorlagengeber Philipp Hercher zu halten sind, will und kann Hengen noch nicht konkret verraten: "Wir werden die größten Leistungsträger halten können. Ob wir alle halten können, werden wir sehen. Aber wir werden auch wieder einen guten Kader hinkriegen." Die Gespräche gingen jetzt in die finale Phase. "Du musst ja auch warten, bis der eine oder andere wieder nüchtern ist. Vorher macht es keinen Sinn, mit ihm zu sprechen", scherzt Hengen. Man habe nicht den Druck, den Kader zum Saisonstart voll haben zu müssen. "Das Transferfenster ist ja bis Ende August offen".

Ein Auge scheint Thomas Hengen auch auf die Spieler geworfen zu haben, die es auf den letzten Drücker nicht in die Kader der Teams in der Bundesliga schaffen. Deshalb dürfe man den Kader nicht zu früh komplett haben, um reagieren zu können, sobald so ein Spieler auf den Markt kommt.

FCK-Chef Hengen tauscht sich mit Investor PMG aus

Bei der Suche nach potentiellen, neuen Spielern gibt es laut Thomas Hengen auch einen Austausch mit den neuen Investoren, der Pacific Media Group (PMG). PMG hat bereits bei anderen Vereinen sogenannten Datenteams installiert. Diese scannen anhand bestimmter Daten den Markt und versuchen so Spieler zu finden, die ein besonders großes Potential haben, jedoch bei anderen Vereinen noch unter dem Radar fliegen.

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Hengen betont, dass auch sein Team schon lange mit Daten arbeitet und dass Daten nur ein Teil der Kriterien seien, wenn es um Transfers gehe. Im Endeffekt gehe es vor allem darum, dass ein Spieler zum Verein passe. "Wenn ein guter Spieler dabei ist, ist das relativ egal, von welcher Group oder welchem Berater der kommt. Entscheidend ist, der Charakter muss in die Mannschaft passen. Es muss ein Spieler sein, der sich voll mit dem Verein auseinandersetzt und das Drumherum auch mitlebt", betont Thomas Hengen.

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Dabei spiele auch das emotionale Umfeld mit den heißblütigen Fans eine wichtige Rolle. "So schön das im Erfolgsfall ist, so erdrückend kann das manchmal für einen jungen Spieler sein."

FCK will nicht mit Geld um sich werfen

Durch den Aufstieg darf sich der FCK auch wieder über mehr Einnahmen in der Kasse freuen, unter anderem durch deutlich höhere Einnahmen aus den TV-Rechten. Doch Hengen möchte trotzdem weiter bodenständig bleiben: "Wir sind ein Aufsteiger, ein Zweitligist. Wir werden den Teufel tun und jetzt mit Geld um uns werfen. Wir sind dafür da, weiterhin seriös und wirtschaftlich mit den Ressourcen umzugehen."

Sicher scheint neben dem Fakt, dass der FCK in der kommenden Saison eine Liga höher spielt nur eins zu sein: Dirk Schuster soll auch in der kommenden Saison als Trainer an der Seitenlinie stehen: "Absolut, er hat ein gültiges Arbeitspapier. Und der Co-Trainer auch."

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