Terrence Boyd und Philipp Hercher (links) feiern das schön herausgespielte Tor zum 2:0 des FCK gegen den TSV Havelse gemeinsam mit Vorlagengeber Mike Wunderlich (von rechts kommend). (Foto: imago images, IMAGO / Jan Huebner)

Fußball | 3. Liga

FCK dank Boyd und vielen Proteinen zu drei Punkten

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Für die drei Punkte gegen den TSV Havelse musste der 1. FC Kaiserslautern lange ackern. Doch Terrence Boyd und Philipp Hercher verliehen dem FCK den nötigen Biss.

Diesmal hatte Terrence Boyd sogar ordentlich gefrühstückt. Rührei und Haferflocken. Also viele Proteine, nützliche Kohlenhydrate und wenig Fett. Viel geändert hat das jedoch nicht. Boyd hat trotzdem getroffen. Wieder zum 1:0 (11. Minute), das dem 1. FC Kaiserslautern den Weg zum 3:0-Sieg gegen den TSV Havelse geebnet hat. Doch im Gegensatz zum knappen 1:0 beim VfL Osnabrück vor einer Woche, als Boyd sich am Morgen des Spiels aus der Corona-Isolation freitesten musste und auf dem Weg zum Spiel mal eben zwei Kaffee und ein Mettbrötchen an der Tanke wegsnackte, stand Boyd diesmal in der Startelf.

Dabei war der FCK lange Zeit nicht wirklich gut. Aber Boyd war gut. "Tiefstehender Gegner, Terrence braucht nicht viel laufen", sagte FCK-Trainer Marco Antwerpen. "Der muss sich eigentlich nur vorne im 16er aufhalten und eine Standardsituation nutzen. Und genau das hat er auch gemacht."

Boyd machte für den FCK "die Drecksarbeit"

Boyd hat aber noch viel mehr getan: Er schoss, köpfte, legte ab, auf und vor. Boyd war bis zu seiner Auswechslung an fast allen gefährlichen Situationen beteiligt. "Ich war nur für die Drecksarbeit zuständig", kokettierte er hinterher im Interview mit SWR Sport.

Hercher führt den FCK zum Sieg

Er hätte gerne noch etwas länger im Dreck gewühlt, musste jedoch nach etwa einer Stunde für Muhammed Kiprit Platz machen. "Ich war auch erst überrascht", gestand Boyd. Am Frühstück habe es jedenfalls nicht gelegen. Aber Coach Antwerpen wollte seinen erst kürzlich nach einer Corona-Infektion zurückgekehrten Stürmer nicht überfordern. Und mit dieser Erklärung war auch für Boyd "alles gut. Und als ich raus bin, ging's erst richtig los".

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Kurz vor Boyds Auswechslung hatte Philipp Hercher das 2:0 für den FCK gemacht (53.). Das letzte Tor hatte Hercher dann Marlon Ritter aufgelegt (73.). Damit war der Rechtsverteidiger an allen drei FCK-Toren beteiligt - bei Terrence Boyds 1:0 jedoch illegaler Weise mit der Hand. Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte die Szene nicht gesehen, "es stand ein Spieler davor. Ich ärgere mich maßlos", schrieb der Unparteiische abends auf Twitter.

Das 1:0 für @Rote_Teufel war eigentlich irregulär. Die absichtliche Handspielverlängerung habe ich nicht gesehen. Es stand ein Spieler davor. Ich ärgere mich maßlos & @TSVHavelse1912 ebenfalls! Aber auch das ist Schiedsrichterei – Fehler machen und diese eingestehen. #FCKTSV

"Ich habe mich auch grad beim Schiri entschuldigt", sagte Hercher nach dem Spiel. "So fair muss ich sein." Unmittelbar nach dem Tor, als es dem TSV Havelse noch geholfen hätte, hatte er sich zu diesem Schritt nicht durchringen können. So weit geht die Fairness dann doch nicht. "Ich war nicht mit Absicht mit der Hand am Ball. Das war einfach im Zweikampf."

FCK mal wieder zu Null

Hercher avancierte neben Boyd trotzdem zum Mann des Spiels, weil er nicht nur an allen drei Toren und vielen weiteren gefährlichen Aktionen beteiligt war. Er hatte auch großen Anteil daran, dass sich die FCK-Defensive nach einigen Wacklern in der Anfangsphase und nach dem 2:0, "wo wir Havelse dann wieder am Anschlusstreffer schnuppern ließen", wieder fing und stabil stand.

Der FCK hielt die Null und freute sich anschließend auch über die Ergebnisse der Konkurrenz. Denn das 0:2 von Eintracht Braunschweig gegen den 1. FC Saarbrücken bedeutet für den FCK vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und sogar fünf Zähler Vorsprung auf Platz vier.

Es war ein großer Schritt in Richtung 2. Bundesliga, meinte auch Boyd nach der Partie: "Jetzt haben wir noch acht Spiele und müssen genauso konsequent die Siege einfahren."

Sollte der große Traum tatsächlich wahr werden, gibt es morgens sicherlich weder Mett noch Hafer. Dann hätte der 31-Jährige Zeit für ein gediegenes Champagner-Frühstück.

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