Gero Scira und Tobias Frey (Foto: SWR)

Fußball | 3. Liga

FCK-Mitglieder helfen dem Verein durch die Corona-Pandemie

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Sebastian Zobel
Bild von Sebastian Zobel, Redakteur im SWR Studio Kaiserslautern (Foto: SWR)

Beim FCK dreht sich zwar alles rund um den Fußball. Doch neben der ausgegliederten Profiabteilung, gibt es auch noch den Verein. Die Corona-Pandemie war und ist für ihn und seine Abteilungen eine große Herausforderung.

Die Corona-Pandemie bezeichnet Tobias Frey als "extremen Einschnitt" für alle Abteilungen des 1. FC Kaiserslautern e.V.. Frey ist seit Dezember 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Vereins. In zehn Abteilungen sind derzeit 1.600 Sportler beim FCK aktiv, fast die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Angesichts der steigenden Corona-Zahlen macht sich Frey, der gemeinsam mit seinem Vorstandskollegen Gero Scira in der aktuellen Folge des SWR Sport Podcasts "Nur der FCK" zu Gast war, ernsthafte Sorgen um das Vereinsleben. Ganz aktuell haben sich auch mehrere Spieler und Betreuer der FCK-Profis mit Corona infiziert. Das bevorstehende Heimspiel gegen Wiesbaden soll aber nicht gefährdet sein.

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Doch Frey macht sich auch Sorgen um den Breitensport. Viele Sportarten wie Handball und Basketball seien beispielsweise auf ihre Hallen angewiesen und hätten durch die Pandemie bereits sehr gelitten.

Erneute Corona-Einschränkungen wären für FCK e.V. gravierend

Sollte es erneut zu coronabedingten Einschränkungen im Breitensport kommen, wäre das für den Verein eine Katastrophe: "Wir wollen es alle hoffen, dass es nicht so weit kommt. Die Zahlen, die wir aktuell erleben, sind natürlich erschreckend. Jetzt gilt es zu hoffen, dass wir das einigermaßen in den Griff bekommen, um das Vereinsleben aufrecht zu erhalten", so Tobias Frey.

Tobias Frey (Foto: IMAGO, Fotostand)
Tobias Frey ist seit Dezember 2019 stellvertretender Vorstandsvorsitzender des FCK e.V. Fotostand

FCK-Mitglieder halten Verein auch während Corona die Treue

Trotz der schwierigen Situation ist beim FCK, wie so oft, Verlass auf die Basis - in diesem Fall die Mitglieder. Während andere Vereine in Zeiten der Pandemie mit einem Mitgliederschwund zu kämpfen haben und deshalb teilweise sogar in ihrer Existenz bedroht sind, ist das beim FCK nicht der Fall. "Ich bin stolz darauf, sagen zu können, dass das beim 1. FC Kaiserslautern nicht der Fall ist", berichtet Tobias Frey.

Fußball | Podcast Nur der FCK - der SWR Sport Podcast

Wir reden darüber, was die Roten Teufel bewegt. Mit dabei sind Spieler, auch der Trainer, Leute aus dem Verein, ehemalige Rote Teufel und natürlich Betze-Fans. Euer 1. FC Kaiserslautern ganz nah, ganz persönlich, ganz überraschend - mit Stefan Kersthold und Sebastian Zobel. Inside FCK, jede Woche neu.  mehr...

Finanzen sind die "Hauptbaustelle" des FCK e.V.

Doch auch, wenn die Mitgliedszahlen beim Verein stabil sind, gibt es einige Baustellen - zum Beispiel die Finanzen. Nachdem die FCK-Aktiengesellschaft ihr Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen hat, musste der e.V. einen Teil der Verbindlichkeiten übernehmen. Außerdem ist im kommenden Jahr die Auszahlung der Betze-Anleihe 2 fällig, die über den Verein läuft. "Die Finanzen sind die Hauptbaustelle, das muss man einfach so sagen", erklärt Frey.

Gero Scira (Foto: IMAGO, Fotostand)
Für Gero Scira ist es wichtig, die Vereinsmitglieder als erstes über wichtige Schritte zu informieren. Fotostand

Wie der Verein sich finanziell auf gesunde Beine stellen kann, wollen Frey und seine Kollegen den Mitgliedern am 15. Dezember bei der Jahreshauptversammlung vorstellen: "Wir haben die berechtigte Hoffnung, den Mitgliedern an diesem Tag Planspiele und Lösungswege aufzuzeigen. Wasserstandsmeldungen kann ich jetzt nicht abgeben." Die Führung des e.V. möchte bei solch wichtigen Themen immer zuerst die Mitglieder auf der JHV informieren, betont Vorstandskollege Gero Scira.

FCK-JHV am 15. Dezember wieder rein digital

Die Jahreshauptversammlung wird zum zweiten Mal rein digital stattfinden. Mit der ersten, rein digitalen JHV im Februar, hatte der FCK gute Erfahrungen gemacht. Zwar könnte der Verein die Versammlung, Stand jetzt, auch vor Ort unter der 3G-Regel stattfinden lassen. Doch je nachdem, wie sich die Corona-Situation verändert, müsste der Verein dann reagieren.

"Da gibt es die Corona-Warnstufen des Landes. Im schlimmsten Fall sagt diese Warnstufe, ich darf 50 Leute unter 3G reinlassen, der Rest muss 2G sein", erklärt Tobias Frey. Aufgrund dieser unsicheren Lage, habe man sich in den Gremien dazu entschieden, auch die anstehende JHV wieder digital durchzuführen. Um besser planen zu können, bitten Tobias Frey und Gero Scira die Mitglieder darum, sich möglichst vorab für die Veranstaltung anzumelden.

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