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Seit knapp zwei Wochen ist es fix: Jean Zimmer ist zurück beim 1. FC Kaiserslautern - und diesmal ist er gekommen, um zu bleiben. Nach der Ausleihe in der Rückrunde ist der Außenbahnspieler nun wieder fest bei den Roten Teufeln - seinem Herzensklub. Und dafür hat er gute Gründe.

27 Jahre ist Jean Zimmer alt, eigentlich im besten Fußball-Alter. Und doch ging er im Sommer freiwillig den Schritt vom ambitionierten Zweitligisten Fortuna Düsseldorf in die 3. Liga zum 1. FC Kaiserslautern. Seinem Heimatklub, wirtschaftlich massiv angeschlagen und sportlich in der letzten Saison fast in die Regionalliga Südwest abgestürzt. Nach der Leihe in der vergangenen Rückrunde ist Zimmer nun wieder fest bei den Roten Teufeln - eine Herzensentscheidung für ihn.

Eine Herzenssache für Jean Zimmer

"Der Verein liegt mir so sehr am Herzen. Zurück und hier wieder Kapitän zu sein (wie in der vergangenen Rückrunde, Anm. d. Red.) ist eine riesige Ehre", sagte Zimmer im exklusiven Gespräch mit SWR Sport im Trainingslager im italienischen Mals.

Der Flügelflitzer ist zurück bei dem Klub, bei dem er fußballerisch groß geworden ist und dem er schon als Kind die Daumen gedrückt hat. Von 2004 bis 2016 schnürte der gebürtige Bad Dürkheimer die Fußballschuhe für die Roten Teufel, ehe es ihn in die weite Fußballwelt zog. Zunächst zum VfB Stuttgart, dann zu Fortuna Düsseldorf, mit denen er vor einem Jahr in die 2. Liga abstieg. Nun also der "freiwillige Rückschritt" in die 3. Liga, nach 35 Bundesligaspielen, 114 Zweitligapartien und zwei U21-Länderspielen.

"Mit Spaß und Freude" an die neue Aufgabe

"In der nächsten Saison gibt es die vielleicht schönste 2. Liga aller Zeiten. Natürlich ist das reizvoll - aber die Aufgabe, die beim FCK vor mir liegt, ist für mich noch einen Tick reizvoller", so Zimmer zu den Beweggründen seines Wechsels. Diese Aufgabe mit dem 1. FC Kaiserslautern sei für ihn "mit Spaß und Freude verbunden". Und weiter: "Auch in der 3. Liga wird guter Fußball gespielt. Deshalb habe ich meine Entscheidung getroffen. Meine Familie steht zum Glück komplett hinter mir, das war mir vor dem Wechsel sehr wichtig."

Als persönlichen Abstieg sieht Zimmer den Wechsel in die Drittklassigkeit nicht. "Die Diskussion habe ich schon ein paar Mal geführt. Dass Leute, die die Liebe zu dem Verein vielleicht nicht so empfinden wie ich sie empfinde, das nicht so nachvollziehen können, ist mir klar", so der 27-Jährige: "Aber wenn ich mit dem FCK ein Spiel gewinne ist mir das viel, viel lieber, als wenn ich mit Düsseldorf oder Stuttgart eines gewonnen habe."

"Ich stehe hinter meiner Entscheidung, egal ob 2., 3. oder Regionalliga"

Er sei jetzt da, wo er hingehört, so der Außenbahnspieler weiter: "Ich hab bei Social Media oft den Spruch gehört: 'Man kriegt ihn aus Lautern raus, aber Lautern nie aus ihm raus.' Vielleicht passt das in gewisser Weise. Der FCK ist ein Verein, der mir und meiner Familie voll am Herzen liegt. Ich stehe hinter meiner Entscheidung, egal ob 2. Liga, 3. Liga oder Regionalliga."

"Das war ein schwerer Rucksack"

Nun will Zimmer seinen Beitrag dazu leisten, dass es für den FCK auch sportlich wieder aufwärts geht. Die Schlussphase der letzten Saison mit dem erst am vorletzten Spieltag klargemachten Klassenerhalt sei schon eine schwierige Situation gewesen, so der Kapitän der Roten Teufel: "Das war ein schwerer Rucksack."

Nun soll alles besser werden. "Nur wer eine gewisse Konstanz und Ruhe hat, kann erfolgreich sein. Das sollte das Ziel sein", so Zimmer, der eine herausfordernde Saison erwartet: "Es wird viele Mannschaften geben, die in der neuen Spielzeit über den Kampf kommen werden." Der FCK-Kapitän sieht seine Mannschaft dafür aber gut gerüstet: "Da muss es an uns liegen, die spielerisch und kämpferisch zu bearbeiten."

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