Zum Ende der Vorrunde feste Größe in der FCK-Abwehr: Innenverteidiger Robin Bormuth (Foto: IMAGO, IMAGO / Jan Huebner)

Fußball | 2. Bundesliga

Nach Leih-Ende im Sommer: Wie geht's mit Robin Bormuth beim FCK weiter?

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Stefan Kersthold

Bis zum vergangenen Sommer spielte Robin Bormuth noch für den Karlsruher SC. Dann ging es zum SC Paderborn. Warum das Gastspiel dort nur wenige Wochen dauerte, erzählt der Abwehrspieler im SWR Sport Podcast "Nur der FCK".

Das Robin Bormuth mittlerweile beim 1. FC Kaiserslautern gelandet ist, hat so manchen Fußballfan gewundert. "Mich auch", sagt der 27-Jährige im SWR Sport Podcast "Nur der FCK". Denn eigentlich hatte der Abwehrspieler nach seinen zwei Jahren beim Karlsruher SC beim SC Paderborn unterschrieben, um dort auch zu spielen.

Kurz vor Saisonstart plötzlich auf der Bank

"Paderborn hatte sich relativ früh um mich bemüht und mir ein sehr gutes Gefühl gegeben. Ich habe mich da auch wohlgefühlt", sagt Bormuth. Im letzten Vorbereitungsspiel aber stand er plötzlich nicht mehr in der Startelf, was aber auch noch kein Grund zur Sorge war. Als der 1,95 Meter große Abwehrmann dann aber auch in den ersten fünf Spielen der laufenden Zweitligasaison für 90 Minuten die Paderborner Bank wärmte, gab es Handlungsbedarf.

Bormuth suchte das Gespräch mit dem Verein, um mit einer Leihe "etwas Konfliktpotential herauszunehmen". Der Rest ist bekannt, eine Woche später, nach guten Gesprächen mit FCK-Coach Dirk Schuster und Co Trainer Sascha Franz, hatte der Innenverteidiger den Leihvertrag beim 1. FC Kaiserslautern unterschrieben.

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Was passiert im Sommer?

Die große Frage aktuell lautet jetzt: Wohin geht die Reise von Bormuth im nächsten Sommer? "Das muss man sehen, da gibt es natürlich verschiedene Interessen", sagt der Profi selbst zu seiner Zukunft.

Bormuth und auch seine Freundin fühlen sich sehr wohl in Kaiserslautern, auch aufgrund der Nähe seines Elternhauses im südhessischen Groß-Rohrheim. "Am Ende werden sich alle Beteiligten zusammensetzen. Ich bin guter Dinge, dass wir uns einigen werden, dass alle Parteien zufrieden sind."

Zuletzt war Bormuth absoluter Stammspieler

In der laufenden Saison kam Bormuth nach seinem Wechsel auf den Betzenberg neunmal zum Einsatz, bei den letzten sieben Spielen stand er jeweils über 90 Minuten als Innenverteidiger auf dem Platz. Und auch, wenn FCK-Coach Dirk Schuster beim 4:0 Test gegen Rot Weiß-Erfurt zunächst auf das Duo Kevin Kraus und Boris Tomiak setzte, Bormuth gehört mittlerweile zu den festen Größen im Kader des Aufsteigers.

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Heimatverein Fortuna Düsseldorf

Die ersten Schritte auf dem Fußballplatz machte Bormuth in der südhessischen Heimat beim FC Alemannia Groß-Rohrheim. Über Gernsheim, Griesheim und den SV Darmstadt 98 ging es dann 2013, noch als A-Jugendlicher, in den Westen zu Fortuna Düsseldorf. "Da mache ich keinen Hehl draus, Fortuna Düsseldorf ist mein Heimatverein. Da habe ich mir meinen Kindheitstraum erfüllt und bin Profi geworden", sagt Bormuth, der 2018 mit der Fortuna den Bundesligaaufstieg schaffte.

Robin Bormuth, von 2013 bis 2020 im Trikot von Fortuna Düsseldorf (Foto: IMAGO, Imago/ Fotostand)
Robin Bormuth, von 2013 bis 2020 im Trikot von Fortuna Düsseldorf Imago/ Fotostand

Dreizehnmal kam er in der ersten Liga zum Einsatz. "Düsseldorf ist auch die Stadt, wo ich meine Freundin kennengelernt habe, das ist eine besondere Stadt und es ist ein besonderer Verein, da haben wir beide sehr viele Freunde." Was den 2:1 Erfolg der Roten Teufel zum Hinrundenende noch einmal zusätzlich aufwertete. Bevor es auf dem Betzenberg zum erneuten Wiedersehen kommt, gehen aber noch einige Monate ins Land. Die Partie ist am letzten Spieltag im Fritz Walter Stadion.

Schwierige Rückrunde

Zuvor aber steht ein sehr anstrengender und auch schwieriger Rückrundenstart auf dem Programm. Los geht es für die Roten Teufel bei Hannover 96, dann treffen sie zuhause auf Holstein Kiel, danach müssen sie zweimal auswärts ran, beim FC St. Pauli und beim SC Paderborn.

"Die Partie in Paderborn ist natürlich ein ganz spezielles Spiel. Und es ist auch menschlich, dass man gegen die Mannschaft, wo man nicht so zum Zuge gekommen ist, extra motiviert ist und es denen erst Recht zeigen möchte. Von da her freue ich mich da sehr drauf", so Bormuth.

Auf die sportlichen Ziele für die Rückrunde angesprochen reagiert der Innenverteidiger ganz im Sinne seines Trainers Dirk Schuster und verweist auf die traditionelle 40-Punkte-Marke, die so schnell wie möglich erreicht werden soll. "Ich denke, wir haben spannende Spiele mit dem ein oder anderen Gegner mit dem Messer zwischen den Zähnen. Aber auch wenn wir einmal hinten liegen sollten, haben wir die Moral und auch die Qualität, um uns gegen Widerstände durchzusetzen."

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Stefan Kersthold

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