Kenny Redondo trägt seit dieser Saison das FCK-Trikot (Foto: imago images, Imago)

Fußball | 3. Liga

FCK-Profi Kenny Redondo - der "Prince" auf dem Weg zum Teufelskerl

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Kurz vor Ende Transferperiode wechselte Kenny Prince Redondo zum 1. FC Kaiserslautern. Der Neuzugang vom Zweitligisten Greuther Fürth benötigte etwas Anlaufzeit und ist mittlerweile auf dem linken Flügel des FCK nicht mehr wegzudenken. Fünf Scorerpunkte aus den letzten fünf Spielen sind eine klare Ansage.

Eines war für Kenny Prince Redondo schon vor der Engagement am Betzenberg klar: "Wenn ich in die 3. Liga gehe, dann nur zum FCK, da der Verein sich am meisten um mich bemüht hat und ich mir sowieso sehr gut vorstellen konnte, hier zu spielen."

Immer besser in Form

Und seit den letzten Wochen zeigt sich sehr deutlich: Redondo und die Roten Teufel - das passt. Zwei Tore und drei Vorlagen in den letzten fünf Partien untermauern diese These. Bei den Siegen gegen den FSV Zwickau und den VfB Lübeck bereitete der 26-Jährige alle drei Treffer vor. In dieser Form ist er auf der linken Außenbahn bei den Pfälzern nicht mehr wegzudenken, die auch dank ihm seit sechs Spielen ungeschlagen sind und unter Jeff Saibene auf einem guten Weg sind.

"Die Jungs sind jetzt im Rhythmus drin, sie werden immer besser. Kenny Prince Redondo ist da ein gutes Beispiel", sagte der Luxemburger in der TV-Sendung SWR Sport in Rheinland-Pfalz. Saibene ist von den Fähigkeiten des Neuzugangs aus Fürth überzeugt, schätzt vor allem seine Schnelligkeit und seine Art Fußball zu spielen.

Tempo und Erfahrung

Mit dem Fußball kam Redondo bei der Spvgg Unterhaching in Kontakt. Dort durchlief er alle Jugendmannschaften seit der U-14. Bei den Bayern feierte er auch 2013 sein Profi-Debüt in der 3. Liga. Nach fünf Jahren in der 2. Liga bei Union Berlin und der der Spvgg Greuther Fürth (insgesamt 98 Einsätze, 98 Zweitligaspielen, sieben Tore, sechs Assists) der Wechsel in die Pfalz. Aber es brauchte es etwas Zeit um "sich wieder an die Körperlichkeit in der 3.Liga zu gewöhnen", bestätigt der Sohn einer spanischen Mutter und eines äthiopischen Vaters.

FCK-Sportdirektor Boris Notzon war schon bei der Vertragsunterschrift sehr optimistisch, dass der Neuzugang eine Verstärkung werden würde. "Mit dieser Verpflichtung ist es uns gelungen, einen weiteren Tempospieler für unsere Offensive zu gewinnen." Zuletzt konnte der eher ruhige aber stets freundliche Profi sein Können im Frankenland kaum unter Beweis stellen. So fehlte ihm zu Beginn beim FCK die nötige Spielpraxis. Die bekam er von Chefcoach Saibene und dazu das nötige Vertrauen. Redondo zahlt es aktuell mit Leistung zurück.

Privat läuft es - auch dank Kenny Prince junior

Seit acht Monaten ist Redondo stolzer Papa. Sohn Kenny Prince Junior widmete er auch seinem Premierentreffer für die Roten Teufel, beim 1:1 gegen den Halleschen FC. Für den Torjubel hatte er sich etwas Besonderes überlegt. Mit beiden Händen formte Redondo ein Herz. Die Grußbotschaft kam an. Schlafprobleme hat der Flügelflitzer nicht. Dafür sorgt seine Partnerin. "Ich darf im Nebenzimmer schlafen", erklärt Redondo mit einem Grinsen. Zurzeit leben Frau und Kind noch in seiner Heimatstadt München. Praktisch, dass dort auch Eltern und Schwiegereltern leben.

Doch der Vertrag beim 1. FC Kaiserslautern läuft bis zum 30. Juni 2022. Deshalb war für die kleine Familie auch Wohnungssuche in der Pfalz angesagt. "Das war schon schwierig. Aber wir haben jetzt eine Wohnung gefunden." Einem Umzug vor Weihnachten steht nichts mehr im Wege. Es läuft aktuell für den Offensivmann, auf und neben dem Platz. Nur die vielen, meist unglücklichen Unentschieden, nerven den ehrgeizigen Redondo. Sein klares Ziel: Mehr Siege bis zur kurzen Winterpause. Denn Kenny Redondo hat noch Einiges vor mit dem FCK.

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