Spieler des 1. FC Kaiserslautern nach der Niederlage gegen den SC Paderborn (Foto: IMAGO, IMAGO / Eibner)

Fußball | 2. Bundesliga

FCK nach Paderborn: "Wir haben uns mit allem, was wir hatten, gewehrt"

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sps / dpa

Der 1. FC Kaiserslautern musste beim 0:1 im Zweitliga-Spitzenspiel gegen Paderborn die erste Saisonniederlage hinnehmen. Entsprechend enttäuscht fielen die Reaktionen nach der Partie aus.

Sie hätten über Nacht an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga springen können. Aber statt vor und mit den Fans auf dem heimischen Betzenberg zu jubeln ließen die Spieler des 1. FC Kaiserslautern am Freitagabend die Köpfe hängen. Denn gegen den SC Paderborn verloren die Pfälzer nicht nur Verteidiger Hendrick Zuck durch eine Rote Karte, sondern durch das späte Tor von Felix Platte (82. Minute) auch das Spiel.

Tomiak und Boyd verpassen FCK-Führung

Vor 33.098 Zuschauern auf dem Betzenberg lieferten sich Kaiserslautern und die Gäste aus Ostwestfalen in der ersten Halbzeit ein Duell auf Augenhöhe. Boris Tomiak (12.) traf per Kopf die Latte des Paderborner Tors. Auch Terrence Boyd hätte kurz vor der Pause die Führung markieren können. Dementsprechend ärgerte sich der Offensivmann nach der Partie: "Wir hatten zwei große Chancen, von Paderborn fällt mir - außer dem Tor - keine wirkliche ein." Selbstkritisch fügte er noch hinzu: "Es tut weh, dass du nicht auf 1:0 kurz vor der Pause stellen kannst."

FCK nach Platzverweis für Zuck lange in Unterzahl

Dazu schwächten sich die Roten Teufel zu Beginn des zweiten Durchgangs selbst. Abwehrmann Zuck musste nach einer Notbremse kurz vor der Strafraumgrenze gegen Sirlord Conteh mit Rot vom Feld (50.). Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck entschied zunächst auf Elfmeter und Gelb, nach VAR-Ansicht änderte er jedoch beide Entscheidungen. Paderborn übernahm in der Folge die Spielkontrolle, ohne sich jedoch gefährlich vor das Tor von FCK-Keeper Andreas Luthe zu kombinieren. Für Terrence Boyd ein gutes Zeichen: "Dafür, dass wir eine ganze Halbzeit zu zehnt gespielt haben, haben wir das ordentlich gemacht." Von der Einsatzbereitschaft sei das Spiel kein Dämpfer.

"Wir sind intakt als Mannschaft."

Schuster: "Wir haben versucht, alles rauszufeuern"

Auch FCK-Coach Dirk Schuster lobte den Einsatzwillen seines Teams. "Wir haben uns mit allem, was wir hatten, gewehrt." Und ergänzte: "Gegen eine gute spielerische Mannschaft wie Paderborn haben wir sehr viel richtig gemacht." Am Ende sei man für zwei kleine Fehler bestraft worden. "Das ist ein Lernprozess, den wir annehmen müssen", bilanzierte Schuster Schlüsse. "Das ist ein Scheißgefühl, dass wir mit leeren Händen dastehen."

Luthe kassiert Gegentreffer kurz vor Schluss

Denn in der Schlussphase gelang den Ostwestfalen dann doch noch der entscheidende Treffer. FCK-Keeper Andreas Luthe konnte einen Schuss nicht festhalten und SCP-Stürmer Felix Platte reagierte blitzschnell. "Es tut schon weh, mit dem 0:1 zu verlieren", fasste der Torhüter seine Gefühlswelt nach dem Spiel zusammen. "Wir haben es irgendwann nicht mehr geschafft alle Räume zuzumachen und in Unterzahl bei jedem Gegenspieler zu sein", analysierte Luthe die Gründe für das späte Gegentor und die Heimniederlage.

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