Ragnar Ache (Foto: SWR)

Fußball | 2. Bundesliga

FCK-Stürmer Ragnar Ache und sein Rezept für die Krise: "Lernen, aufstehen und kämpfen"

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Johann Schicklinski

Die Krise des 1. FC Kaiserslautern in der 2. Liga ist eng mit dem Fehlen von Ragnar Ache verbunden. Bei SWR Sport spricht der Angreifer über sein nahendes Comeback, die sportliche Situation der Roten Teufel und seine bisherige Saison.

Seit vier Spielen fehlt Ragnar Ache dem 1. FC Kaiserslautern verletzungsbedingt, der Angreifer laboriert an einem Bänderriss. Die Bilanz der Pfälzer seither: ein Punkt, nur vier erzielte Treffer. Der Stürmer, der in zehn Ligaspielen zuvor sechs Tore erzielt hatte, wird schmerzlich vermisst. Seit er nicht mehr mitmischt zeigt der Trend der Roten Teufel nämlich nach unten. Aus einer Mannschaft, die an den Aufstiegsplätzen schnupperte, wurde ein Team, das sich nach unten orientieren muss und bei dem die Stimmung zu kippen droht.

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Der FCK befindet sich in der 2. Bundesliga im freien Fall. Die Pfälzer verloren am 14. Spieltag mit 0:3 (0:2) gegen Holstein Kiel. Nach der Partie war die Enttäuschung bei den Roten Teufeln groß.

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Nach dem 0:3 des FCK gegen Holstein Kiel war Ache zu Gast bei SWR Sport. "Natürlich tut es weh, zuschauen zu müssen, wenn man selbst alles für die Mannschaft und die Fans geben will", sagte Ache im Gespräch mit Moderatorin Désirée Krause.

"Der FCK steht für Kampf und Wille"

Bei den Roten Teufeln passte gegen die Nordlichter erneut wenig zusammen, konstatierte der Stürmer: "Natürlich machen wir Fehler, wir sind auch nur Menschen. Das wichtigste ist, aus den Fehlern zu lernen, aufzustehen und zu kämpfen. Dafür steht der FCK, für Kampf und für Wille. Wenn wir das machen, glaube ich zu 100 Prozent daran, dass wir das nächste Spiel gewinnen."

Die Stimmung droht zu kippen

In Kaiserslautern war beim Spiel gegen Kiel zu beobachten, dass die Stimmung ein wenig zu kippen droht. Nach der Partie setzte es von einem Großteil der 38.367 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion gellende Pfiffe für den FCK, viele Fans verließen die Arena bereits vor Spielende. Szenen, wie es sie seit dem Aufstieg 2022 auf dem Betzenberg noch nicht gegeben hatte.

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"Pfiffe helfen der Mannschaft nicht weiter"

Bei Ache lösten die Unmutsbekundungen der Anhänger eine ambivalente Reaktion aus. "Natürlich verstehe ich das, aber das hilft der Mannschaft auch nicht weiter. Das Team bräuchte eher einen Boost, das ist ja auch eine Kopfsache", sagte er. "Also ich kann es verstehen, würde es selber aber nicht machen."

Fakt ist aber: Die FCK-Krise ist da. Man kann den Bruch in der Form des FCK ziemlich genau mit dem verletzungsbedingten Ausscheiden von Ache im Spiel bei Fortuna Düsseldorf in Verbindung bringen. 3:1 führten die Roten Teufel am zehnten Spieltag zur Halbzeit, als der 25-Jährige verletzt das Feld verlassen musste. Zuvor war einiges passiert. Nach dem 3:0-Führungstreffer für Kaiserslautern war Ache beim Jubel von einer Flasche am Kopf getroffen worden. Wenig später knickte der Angreifer um, so dass es für ihn zur Pause nicht mehr weiterging. Der Rest ist Geschichte: Der FCK verspielte die Drei-Tore-Führung und verlor noch 3:4, in der Folge gab es ohne Ache nur noch einen Punkt aus vier Spielen.

Jetzt brennt der Stürmer auf sein Comeback - und allzu lange sollte es laut eigener Aussage auch nicht mehr dauern. Und dann hofft Ache, an die gute Form von vorher anknüpfen zu können. Eines verspricht er jedenfalls: "Ich werde für die Mannschaft arbeiten, alles raushauen und hoffe, dass ich der Mannschaft helfen kann. Ob ich Tore schieße oder nicht."

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Johann Schicklinski