Hat den FCK-Nachwuchs im Blick: NLZ-Leiter Uwe Scherr (Foto: imago images, imago)

Fußball | 3. Liga

Nachwuchsleiter Uwe Scherr: "Der Weg vom NLZ zu den Profis war beim FCK noch nie so kurz"

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Seit August ist Uwe Scherr der neue Leiter im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Kaiserslautern. Die Coronapandemie erschwert aktuell die Arbeit des ehemaligen FCK-Spielers, der im Nachwuchs viel Potenzial sieht. In der Sendung SWR Sport in Rheinland-Pfalz formuliert er klar seine Ziele.

Uwe Scherr ist glücklich. Er ist wieder zurück in der Pfalz und bei seinem Herzensklub. "Es war großartig, wieder nach Lautern zurückzukommen. Ich bin sehr herzlich aufgenommen worden", bestätigt er in der Sendung SWR Sport in Rheinland-Pfalz.

Der Betzenberg war zwischen 1989 und 1992 seine sportliche Heimat. Scherr, damals im rechten Mittelfeld für die Roten Teufel unterwegs, bestritt 80 Erstliga-Partien und wurde 1990 Pokalsieger und 1991 Deutscher Meister. Im August übernahm der 53-Jährige die Sportliche Leitung im Nachwuchsleistungszentrum des 1. FC Kaiserslautern am Fröhnerhof. Als NLZ-Leiter ist er für die Mannschaften von der U 10 bis U 19 verantwortlich und hat sich viel vorgenommen für sein Engagement in der Pfalz. "Ich setze alle Hebel in Bewegung, dass die besten Spieler aus der Region zu uns kommen."

Krise bei den Profis, Hoffnung beim Nachwuchs

In den ersten drei Monaten konnte sich Scherr ein Gesamtbild vom FCK machen. Vom Potenzial des Nachwuchses, aber auch von der Situation der Profis. Die sind nach dem unglücklichen Remis gegen Magdeburg weiter auf der Suche nach Stabilität und Aufschwung.

"Beim FCK gibt es jede Menge Arbeit und viele Problem," erklärt der ehemalige Profi. Große Hoffnung macht ihm aber das Potenzial, dass im pfälzischen Nachwuchs steckt. "Wir haben viele sehr gute Nachwuchsspieler, die im Lizenzspielerbereich Fuß fassen werden." Scherr will keine Namen nennen aber er ist überzeugt, dass "wir für die Zukunft einiges erwarten können".

Ein Lob an die Konkurrenz in Rheinland-Pfalz fällt dem 53-Jährigen trotzdem leicht, versehen mit einer kleinen pfälzischen Kampfansage. "Chapeau, was die Mainzer mit ihrem Nachwuchs machen. Aber wir werden sicher aufholen." Aktuell steht nur Kapitän Carlo Sickinger aus dem eigenen Nachwuchs im Profikader. Dass will Scherr unbedingt ändern. Mit Cheftrainer Jeff Saibene und Sportdirektor Boris Notzon steht er daher in engem Kontakt: "Wir sind ein paar Namen durchgegangen. Der Weg vom NLZ in die erste Mannschaft war beim FCK noch nie so kurz."

Corona als große Herausforderung

Seinen Einstieg hatte sich Scherr natürlich anders vorgestellt. Die Corona-Pandemie stellt ihn und sein Team vor große Herausforderungen. Durch die aktuellen Verordnungen kann er kaum regulär arbeiten. Alle Spiele sind abgesagt, Training ist aktuell nur digital möglich.

"Es fällt schon schwer, dass wir in Lautern mit der Jugend nicht trainieren dürfen", erklärt der NLZ-Leiter mit dem Verweis darauf, dass "wir am Sportpark Fröhnerhof seit acht Monaten keine einzigen (Corona) Fall hatten. Aber die Stadt hat es uns verboten zu trainieren. Das müssen wir akzeptieren und respektieren".

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