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Mit der erneuten Ausleihe von Felix Götze ist das Personalpuzzle des 1. FC Kaiserslautern für die kommende Saison nahezu komplett. Mit diesem Kader müssen die Roten Teufel um den Aufstieg mitspielen, findet SWR-Sportredakteur Johann Schicklinski.

Wenn die Fans des 1. FC Kaiserslautern vor wenigen Wochen einen Wunschzettel gehabt hätten, dann dürfte dieser ungefähr so ausgesehen haben: fixe Rückkehr von Eigengewächs und Publikumsliebling Jean Zimmer, feste Verpflichtung des bisherigen Leihspielers Daniel Hanslik sowie die weiteren Leihen von Marvin Senger und Felix Götze. Hinter all diese Punkte können die Anhänger der Roten Teufel nun einen Haken machen.

Doch das ist nicht alles: Mit René Klingenburg und Mike Wunderlich (beide von Viktoria Köln) hat FCK-Sportdirektor Thomas Hengen zwei Wunschspieler von Trainer Marco Antwerpen an den Betzenberg gelotst, mit Muhammed Kiprit (KFC Uerdingen) ist ein neuer Angreifer da. Dazu kommen mit Boris Tomiak (Fortuna Düsseldorf II) und Julian Niehues (Borussia Mönchengladbach II) zwei junge Spieler, die sich in der Regionalliga bereits bewiesen haben und beim FCK nun den nächsten Schritt gehen wollen.

Wird Wunderlich der Kopf der Roten Teufel?

Auf dem Papier haben die Pfälzer nun einen starken Kader, der im Aufstiegsrennen der 3. Liga absolut konkurrenzfähig sein dürfte. Das gezielt Schwachstellen ausgebessert wurden, weckt Hoffnungen. Wunderlich ist zwar bereits 35 Jahre alt, der Edeltechniker will es sich und anderen aber nach über 400 Profispielen nochmal beweisen und kann genau der Kopf für diese Mannschaft sein, der ihr in der letzten Spielzeit so oft gefehlt hat. Dass ein solches Alter in der 3. Liga kein limitierender Faktor ist, haben in der abgelaufenen Saison unter anderem Sascha Mölders (1860 München) oder Albert Bunjaku (Viktoria Köln) bewiesen.

Neben der Verpflichtung des Spielmachers Wunderlich dürfen auch der Transfer von Zimmer - in der vergangenen Rückrunde als Leihspieler Kapitän des 1. FC Kaiserslautern - und die erneute Leihe von Götze - laut "kicker" der beste Sechser der Rückrunde - als Transfercoups gelten. Sportdirektor Hengen hat all diese Deals schnell und nahezu geräuschlos abgewickelt. Auch das gab es bei den Roten Teufeln schon anders.

Die Mannschaft ist zusammengewachsen

Die Stimmung unter den Fans ist angesichts der Personalpolitk fast schon euphorisch und schließt an das Hoch durch die geglückte Aufholjagd im Abstiegskampf der letzten Saison an. Passend dazu ist die Mannschaft zusammengewachsen, was man auch daran sieht, dass Profis wie Senger oder Götze unbedingt eine weitere Saison in Kaiserslautern spielen wollten, obwohl sie bessere Angebote hatten. Kapitän Zimmer nahm sogar einen freiwilligen Abstieg in Kauf, um wieder fix bei seinem Heimatverein sein zu dürfen.

Die Euphoriewelle weiter reiten

Die Grundlagen für eine erfolgreiche Saison sind also gelegt. Gelingt es der Mannschaft, ihren Spirit zu bewahren und gelingt es zudem, die aktuelle Euphorie rund um den Traditionsklub mit in die neue Saison und das dann hoffentlich wieder gefüllte Stadion zu nehmen, dann kann das Ziel nur lauten, um den Aufstieg mitzuspielen. Den Kader dazu hat der FCK jedenfalls.

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