Marlon Ritter konnte sich nach dem 3:3 gegen Darmstadt nicht freuen (Foto: IMAGO, imago/Jan Huebner)

Fußball | 2. Bundesliga

Marlon Ritter: Sympathieträger und Antreiber beim FCK

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REDAKTEUR/IN
Michael Spindler

Seit zwei Jahren spielt Marlon Ritter jetzt beim 1. FC Kaiserslautern. Inzwischen ist er eine feste Größe bei dem Klub, geschätzt von Mitspielern und gefeiert von den Fans.

"Marlon Ritter, tausche meinen Bruder gegen ein Trikot von Dir", so stand zu lesen auf einem Plakat am vergangenen Wochenende beim Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Darmstadt 98. Nähere Hintergründe zur Geschwisterliebe der Person mit dem Plakat in der Hand sind zwar nicht bekannt. Aber klar ist, dass die Sympathien für Marlon Ritter recht groß sein dürften - und das ist kein Einzelfall.

Fanplakat Marlon Ritter (Foto: SWR, SWR)
Tauschangebot eines FCK-Fans: Bruder gegen Trikot von Marlon Ritter SWR

Ehrgeizig und nie zufrieden

Der 27-Jährige steht für einen Spielertyp, der auf dem Betzenberg gern gesehen ist: kämpferisch, ehrgeizig, leistungsbereit. Er will immer das Maximum, das Unentschieden am vergangenen Wochenende, das sich für viele wie ein Sieg anfühlte, war ihm zu wenig: "Natürlich ist es ärgerlich, wenn man nach so einer Aufholjagd nicht drei Punkte holt", sagte der Mittelfeldspieler nach der Partie im SWR-Interview. Seine Mannschaft hatte einen 0:2-Rückstand zu einer 3:2-Führung gedreht und dann kurz vor Abpfiff doch noch das 3:3 kassiert. Nach so einem Spielverlauf überwiegt bei Marlon Ritter der Frust statt der Zufriedenheit über den gewonnenen Punkt.

FCK muss sich nicht verstecken

Diese Mentalität ist es aber auch, die der FCK benötigt, um in der 2. Liga bestehen zu können. Und sie war auch schon entscheidend beim Aufstieg in der vergangenen Saison. In jedem Spiel das Beste abrufen, egal ob gegen eine Spitzenmannschaft oder gegen einen Abstiegskandidaten. Das Spiele gegen Darmstadt hat gezeigt, dass der FCK sich in der 2. Bundesliga-Liga vor keiner Mannschaft fürchten muss. "Unsere Aufgabe ist es, die nötigen Punkte zu holen für den Klassenerhalt, egal gegen wen. Wir müssen einfach die Punkte holen und das machen wir im Moment ganz gut", sagt Marlon Ritter.

Führungsspieler beim FCK

Der Junge aus dem Ruhrpott, geboren in Essen, sorgt dafür, dass sich die Mannschaft immer wieder aufrafft, sich nie hängen lässt, immer an sich glaubt. Das macht Marlon Ritter so wertvoll und natürlich auch sein fußballerisches Können, das er manchmal spektakulär aufblitzen lässt, so wie bei dem 50-Meter-Distanzschuss im DFB-Pokal gegen Freiburg, den er ins Tor hämmerte. Das sind die Momente, für die ihn die Fans lieben und weswegen sie auch gerne sein Trikot tragen. Das gibt es übrigens auch im Fanshop - denn nicht jeder will dafür gleich seinen Bruder eintauschen.

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