Markus Merk (Foto: IMAGO, IMAGO / foto2press)

Fußball | 3. Liga

Paukenschlag: Markus Merk tritt beim FCK von seinen Ämtern zurück

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mai

Markus Merk tritt mit sofortiger Wirkung von seinen Ämtern beim 1. FC Kaiserslautern zurück. Die FCK-Gremien verlieren damit ihr prominentestes Gesicht.

Sportlich läuft es gut beim Drittligisten 1. FC Kaiserslautern, doch nun sorgt eine Meldung für vorweihnachtliche Unruhe auf dem Betzenberg: Markus Merk, seit etwas mehr als zwei Jahren Vorsitzender des Beirats und stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender beim 1. FC Kaiserslautern, stellt seine beiden Ehrenämter und sein Mandat in beiden Gremien zur Verfügung.

Merk wurde von den Mitgliedern des Vereins bis 2023 als Aufsichtsrat des eingetragenen Vereins gewählt. Eine Entscheidung, was mit dem Mandat von Merk im Aufsichtsrat der FCK Profifußball GmbH und Co. KGaA geschieht, muss in den kommenden Wochen entschieden werden.

Gründe für den Rücktritt von Markus Merk

Markus Merk sieht - nach zwei Jahren im Aufsichts- und Beirat - das bei seinem Amtsantritt Anfang Dezember 2019 in einer ganz schwierigen Lage des FCK ausgerufene Ziel der wirtschaftlichen und sportlichen Sanierung sowie Stabilisierung als erreicht an. "Diese Ziele haben wir in den letzten 24 Monaten trotz der Corona-Pandemie erreicht", schreibt Markus Merk in einer persönlichen Erklärung.

Für Merk seien die Erwartungen, die er 2019 mit meinem Amtsantritt geweckt habe, erfüllt. "Deshalb habe ich mich schweren Herzens, aber ohne Zweifel, zum jetzigen Zeitpunkt zu diesem Schritt entschieden, um mich auch wieder weiteren Themen außerhalb des FCK widmen zu können", so Merk weiter.

Insolvenzverfahren, offener Brief und Rücktrittsgerüchte

Unter dem Beiratsvorsitz Merks hatte der 1. FC Kaiserslautern von Juni bis Dezember 2020 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung hinter sich gebracht. Allerdings gab es auch immer wieder Kritik am ehemaligen FIFA-Schiedsrichter, dass er sich als Beirat ins sportliche und operative Geschäft einmische. Nach SWR-Informationen gab schon seit einiger Zeit intern Gespräche und Rücktrittsgerüchte. Auch in einem Brief des im Frühjahr freigestellten FCK-Sportdirektors Boris Notzon wurde Markus Merk massiv angegangen, weil er, so der Vorwurf, ins operative Geschäft eingriff.

Bei der Jahreshauptversammlung des FCK am vergangenen Mittwoch hatte der 59-jährige Merk aus privaten Gründen gefehlt. Für Markus Merk dürfte Carsten Krick in den Aufsichtsrat des eingetragenen Vereins nachrücken.

Verein hat den Rücktritt mittlerweile bestätigt

Der Rücktritt kam wohl auch für die Vereinsführung, den Aufsichtsrat und den Vorstand zu diesem Zeitpunkt kurz vor Weihnachten überraschend. Bis zum Dienstagnachmittag dauerte es, bis der FCK den Rücktritt mit einer Pressemitteilung offiziell verkündete.

Darin äußert sich Rainer Keßler, der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern e.V.: "Ich bin sehr dankbar, dass ich Markus im August 2019 für ein ehrenamtliches Engagement gewinnen konnte, da er eine in ganz Fußball-Deutschland geschätzte und herausragende Persönlichkeit ist. In der damaligen wirtschaftlich existentiellen Situation, zusätzlich geprägt durch eine Erosion in den Gremien – dem vermeintlich schwierigsten Kapitel des FCK – hat er sich nicht der Verantwortung entzogen und ehrenamtlich mit hohem zeitlichem und persönlichem Einsatz als tragende Säule ‚seinem‘ Verein zur Verfügung gestellt", so Keßler. "Nach den intensiven Dialogen der letzten Tage bedauern wir sehr seine getroffene Entscheidung, die Mandate im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern e.V. und im Beirat der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH zur Verfügung zu stellen - die wir jedoch akzeptieren und respektieren".

FCK sportlich erfolgreich

Die Nachricht vom Merk-Rücktritt kommt in einer Zeit, in der die Roten Teufel sportlich so gut dastehen wie schon lange nicht mehr. Kaiserslautern ist Tabellensechster in der 3. Liga, mit nur drei Punkten Rückstand auf die Aufstiegsränge.

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