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"Nur der FCK – der SWR Sport Podcast" mit Aufsichtsrat Markus Merk. Wie steht es um den 1. FC Kaiserslautern? 

Markus Merk geht es gut: "Wir sind alle gesund, lernen in diesen Zeiten den Wert der Gesundheit wieder viel mehr zu schätzen." Deswegen wünscht Merk den Zuhörern des SWR Podcast "Nur der FCK" und natürlich auch allen Anhängern der Roten Teufel gleich zu Beginn des Gesprächs vor allem eines: Gesundheit.

Auch in Zeiten von Corona, dreht sich im Leben von Markus Merk vieles um den 1. FC Kaiserslautern: "Es hat sich vieles geändert, wir haben das Gefühl, dass die Zeit, das Rad, etwas stillsteht. Und trotzdem gibt es für uns alle im Leben wichtige Aufgaben, die erfüllt werden müssen." Für Aufsichtsrat Merk bedeutet das: Die Zukunft des FCK sichern. Das war seit Amtsbeginn keine leichte Aufgabe, ist seit Ausbruch der Pandemie schwieriger denn je.

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Das betrifft ganz konkret Gespräche mit potenziellen Investoren. Persönliche Kontakte seien gezwungenermaßen weniger geworden. Aber nicht nur die Art der Gespräche habe sich verändert, auch die Kontakte zu den Investoren seien weniger geworden. Nicht abgerissen, aber zurückgefahren. "Man spürt in dieser Zeit von Corona, in dieser Problematik, in dieser wirtschaftlich problematischen Lage, da spürt man den Druck bei jedem einzelnen dieser Investoren, spürt den Druck in deren Unternehmen, man spürt die Sorge insgesamt", sagt Merk ganz offen und gibt zu bedenken: "Da werden natürlich - zugegeben - die Verhandlungen in diesen Tagen unglaublich viel schwieriger."

Allerdings hat Merk auch Hoffnung, dass mit Hilfe von Bundes- oder Landesmitteln durch die Corona-Krise zu kommen. Zumindest sei das eine Option, die der Verein prüft. "Wir sehen da durchaus Chancen. Wir sind ja nicht nur ein Verein, sondern auch ein Unternehmen, das vor den gleichen Problemen steht in der Corona-Krise, wie andere Unternehmen auch. Das ist ein Punkt, der uns beschäftigt," so Merk. Ein anderer sei die Frage der Lizensierung: "Wir wissen alle, dass es da Fix-Termine gibt. Hier wird sich mit Sicherheit auch einiges ergeben. Da ist der DFB gefragt. Wir stehen in ständigen Kontakt mit dem DFB und denken, dass gerade die Problematik der Lizensierung, dass das bis in den Herbst hinausgeschoben wird, um den Vereinen mehr Zeit zu geben.“

Auf Zuschauereinnahmen hofft Merk nicht

So sehr sich die finanzielle Situation aktuell zuspitze, Merk hofft, dass die Mannschaft auch über den Sommer hinaus zusammengehalten werden kann. Auf Zuschauereinnahmen hofft er dabei allerdings nicht: "Es liegt sehr nahe, dass wir in dieser Saison kein Heimspiel mehr austragen werden. Das ist ein riesiger Verlust, der bei uns nicht eingepreist war, der durch die Krise bedingt ist. Auch den gilt es auszugleichen."

Ob sich der FCK dabei auch die Fans verlassen wolle? "Die Fans haben in der Vergangenheit schon sehr viel dazu beigetragen, den Verein wirtschaftlich zu erhalten," sagt Merk, für die aktuelle Situation sei das aber keine Option: "Wir wollen die Fans nicht weiter mit ins Boot nehmen. Wir wollen diese große wirtschaftliche Problematik extern lösen."

Dabei gibt sich Merk hoffnungsvoll und optimistisch: "Meine Hoffnung ist, dass diese neue Solidarität, die wir neu erlernen und neu erfahren, dass die uns auch nach der Krise in der Zukunft ein Stück weiterträgt."

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