Der ehemalige FCK-Trainer Marco Antwerpen.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | 2. Bundesliga

Keine Einigung zwischen FCK und Ex-Trainer Antwerpen

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Ein Gütetermin zwischen dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und Ex-Trainer Marco Antwerpen ist am Freitag vor dem Arbeitsgericht in Kaiserslautern gescheitert.

Das berichtet die "Rheinpfalz". Demnach haben sich beide Parteien erneut nicht auf die Höhe einer Abfindung für Antwerpen im Falle einer vorzeitigen Auflösung seines noch bis Ende Juni 2023 gültigen Vertrages bei den Pfälzern einigen können. Der Verein äußerte sich auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur bis zum Freitagabend nicht dazu. 

Marco Antwerpen beim ersten Training FCK.  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance / Fotostand)
Am 01.02.2021 übernahm Marco Antwerpen das Amt als Cheftrainer beim 1. FC Kaiserslautern. Zuletzt war er bei den Würzburger Kickers in der 2. Liga tätig – allerdings nur für fünf Spiele, in denen er nur einen Punkt holen konnte. Bei Kaiserslautern war er bereits der dritte Trainer in der Saison 2020/21. Antwerpen sollte nun die Jungs vom FCK wieder auf Kurs bringen. picture alliance / Fotostand Bild in Detailansicht öffnen
Sein erstes Spiel als Trainer bestritt Marco Antwerpen direkt mit einem 2:0-Sieg im Derby gegen Waldhof Mannheim. Danach rutschten sie nochmal auf Platz 18 in die untere Tabellenhälfte. picture alliance / foto2press Bild in Detailansicht öffnen
Am 32. Spieltag siegte der FCK in Saarbrücken mit 2:1. Ab dann folgte nur noch eine Niederlage gegen 1860 München. Ansonsten konnten die Pfälzer durch zwei Siege und drei Unentschieden punkten. Am Ende der Saison stand der 1. FC Kaiserslautern mit 43 Punkten auf Platz 14 (47:52) in der 3. Liga. Antwerpen hatte die Mannschaft aus dem Tabellen-Keller hinausgeführt. imago images, picture-alliance Bild in Detailansicht öffnen
In die neue Saison 21/22 startete der FCK gegen Braunschweig mit einem Unentschieden. In den weiteren beiden Spielen konnte von Erfolg nicht die Rede sein. Nach zwei Niederlagen gegen den SV Meppen und FC Viktoria 89 Berlin rutschte der FCK wieder auf Tabellenplatz 18. Auch an den Spieltagen danach konnte Antwerpen die Mannschaft, außer gegen 1860 München, nicht zu einem Sieg führen. imago images/Fotostand Bild in Detailansicht öffnen
Am 10. Spieltag war Marco Antwerpen dann wieder zum Klatschen zumute, denn seine Mannschaft siegte mit 2:0 gegen Osnabrück. Damit war auch die Negativserie beim FCK durchbrochen. Es folgten in den folgenden acht Spielen insgesamt fünf Siege, zwei Unentschieden und nur eine Niederlage. Ein rasanter Aufstieg vom Tabellen-Keller über das Mittelfeld bis in die obere Hälfte. picture alliance / Fotostand Bild in Detailansicht öffnen
Spätestens ab dem 18. Spieltag hatte sich der sportliche Erfolg eingestellt. Der FCK war von den Abstiegsplätzen in Richtung Aufstiegszone gestürmt und spielte von da an oben mit. Trotz Fehlstart war das die bisher beste Hinrunde seit der Zugehörigkeit in der 3. Liga. Es folgten insgesamt elf Siege und der Aufstieg war für viele Fans und auch für das Team und den Trainer zum Greifen nah. imago images/Jan Huebner Bild in Detailansicht öffnen
Auf die Erfolgsserie folgte dann aber eine Niederlagenserie. Gerade die Spiele, die wichtig waren, verlor die Mannschaft von Marco Antwerpen. Es gab Niederlagen gegen Wehen Wiesbaden (1:2), Dortmund ll (1:3) und Viktoria Köln (0:2). Enttäuschung pur bei den Fans und bei der Mannschaft, denn der Traum vom direkten Aufstieg war geplatzt und nur noch die Relegation gegen Dynamo Dresden möglich. picture alliance / Eibner-Pressefoto Bild in Detailansicht öffnen
Nach dem verpassten direkten Aufstieg folgt nun die Relegation. Dazu kam die Diskussion, ob Marco Antwerpen noch der richtige Coach sei. Schlussendlich trennte sich der Verein am 10.05.2022 vom 50-Jährigen. IMAGO/Fotostand Bild in Detailansicht öffnen

Abschließendes Urteil für Dezember erwartet

Der 51 Jahre alte Antwerpen, der in Kaiserslautern Anfang Mai kurz vor den Relegationsspielen um den Aufstieg in die 2. Bundesliga beurlaubt und durch Dirk Schuster ersetzt worden war, hatte ursprünglich eine 100-prozentige Abfindung gefordert, sollte er vorzeitig ein neues Trainerengagement beginnen. Bei der Verhandlung am Freitag habe Antwerpens Anwalt 80 Prozent an Abfindung akzeptiert, berichtete die "Rheinpfalz". Der viermalige deutsche Meister habe jedoch höchstens 60 Prozent angeboten. Ein abschließendes Urteil wird nun für Anfang Dezember erwartet.

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SWR

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