Der 1. FC Kaiserslautern bejubelt einen 3:0-Erfolg gegen den TSV 1860 München (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | Meinung

An dieser Leistung muss sich der 1. FC Kaiserslautern messen lassen

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Mit dem überzeugenden 3:0 gegen 1860 München feierte der 1. FC Kaiserslautern im fünften Pflichtspiel endlich seinen ersten Saisonerfolg. An dieser Leistung müssen die Roten Teufel sich nun messen lassen, findet SWR-Sportredakteur Johann Schicklinski.

Anders als zuletzt im Auswärtsspiel bei Viktoria Berlin (0:4) stimmten beim 1. FC Kaiserslautern im Heimspiel gegen den TSV 1860 München die fußballerischen Grundtugenden. Einsatz, Kampf und Siegeswillen waren von Anfang an sichtbar. Doch das war nicht alles. Das Team von Trainer Marco Antwerpen zeigte schöne Spielzüge, präzises Passspiel, einstudierte Laufwege und endlich auch Entschlossenheit im Abschluss. Die Folge waren die ersten Saisontore sowie mit dem 3:0-Erfolg gegen die Löwen der erste Dreier der neuen Spielzeit.

Nur unter Druck gut?

Es geht also - zumindest unter erschwerten Bedingungen. Wie so oft in den letzten Jahren hat der FCK geliefert, wenn er mit dem Rücken zur Wand stand. Warum das so ist, ist rational nur schwer zu erklären. Daran, diesen Missstand zu beheben, sind schon mehrere Trainer gescheitert. Auch unter Coach Antwerpen war es in der vergangenen Rückrunde so, dass die Mannschaft sich erst aufraffte, als sie nach einer Pleite in Magdeburg und dem Abrutschen auf Rang 18 am Boden lag. Damals krachte es intern, und danach holten die Roten Teufel die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt.

FCK nur in der Inkonstanz konstant

So wurden der Abstieg und damit der Super-GAU vermieden - gerade noch einmal. Doch das kann nicht der Anspruch der Pfälzer sein - erst recht nicht in der neuen Saison. Der Kader genügt gehobenen Drittligaansprüchen und sollte ausreichen, um im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden.

Denn sie können es ja offensichtlich - wenn sie müssen. Was in ihr steckt, zeigte die Mannschaft gegen 1860 München. Doch nun muss sie zeigen, dass sich auch in Sachen Mentalität etwas getan hat. Der Sieg darf - wie so oft in den letzten Jahren beim FCK - keine Eintagsfliege bleiben. Denn die Roten Teufel waren in ihren bisherigen Drittligajahren nur in der Inkonstanz konstant.

Deshalb muss der nächste Schritt folgen und das Potenzial dauerhaft abgerufen werden. Dann ist trotz des verpatzten Saisonstarts noch einiges möglich in dieser Saison. Doch genau daran ist der FCK in den letzten Jahren immer gescheitert.

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