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Philipp Hercher ist als Fußball-Profi schon viel rumgekommen. Beim 1. FC Kaiserslautern ist er eine feste Größe und scheint angekommen zu sein in der Pfalz. Das zeigt sich auf dem Platz aber auch innerhalb der Mannschaft.

Ohne Ball geht's nicht bei Philipp Hercher. Steht er mit dem 1. FC Kaiserslautern nicht auf dem Rasen mit Ball am Fuß, dann schaltet er gerne auf dem Basketballplatz ab. Mit Ball in den Händen. Locker versenkt der Badener das Spielgerät im Korb oder setzt sprunggewaltig zum Dunking an. Und im Eins gegen Eins packt ihn dann trotzdem wieder der Ehrgeiz. "Basketball ist meine zweite Leidenschaft", bestätigt der 25-Jährige. Und die pflegt Hercher so oft es geht. Wenn das Wetter es zulässt, zieht es den gebürtigen Badener auf den Court zum Korb.

Angekommen in der Pfalz

Seit knapp zwei Jahren ist Hercher beim 1. FC Kaiserslautern. Davor ist der Abwehrspieler vor allem im Süden Deutschlands rumgekommen. "Ich bin weit gereist," gibt er schmunzelnd zu. Ausgebildet bei Jahn Regensburg und vor allem in der Jugend beim 1. FC Nürnberg zog es ihn 2017 für eine halbjährige Leihe zum VfR Aalen auf die schwäbische Ostalb. Ein Jahr später ging es zum damaligen Drittligisten SG Sonnenhof-Großaspach. Dort wurden die Roten Teufel auf den Außenbahnspieler aufmerksam. Hercher hat einige Erfahrungen gemacht. Das kann nützlich und hilfreich sein bestätigt Mitspieler und Kumpel Kenny Redondo. "Dadurch, dass man an verschieden Orten war, lernt man auch verschiedene Charaktere kennen. Das prägt. positiv oder negativ." Aktuell überwiegt bei Philipp Hercher das Positive. Und zwar deutlich. Neun Scorerpunkte insgesamt. Besonders im April war Lauterns Rechtsverteidiger, als es darauf ankam, zur Stelle. Er lieferte drei Treffer, sein Tor gegen Konkurrent Unterhaching, ebnete den Weg zum Sieg.

Anerkannt und beliebt im Team

Wie gut er sich im Club in der Pfalz eingelebt hat, zeigen auch die Reaktionen der Mannschaftkollegen, von denen der ein oder andere mittlerweile auch ein Freund geworden ist. Beispielsweise Mittelfeldspieler Tim Rieder. "Seitdem ich in Kaiserslautern bin, ist Philipp ein enger Freund von mir geworden. Wir machen sehr viel privat zusammen." Und die Rieder'sche Charakterisierung seines Kumpels ist fast schon überschwänglich. "Er ist ein Stiller aber er kann auch anders sein. Cooler Typ, toller Charakter, hat immer einen lockeren Spruch auf Lager. Es ist einfach entspannt mit ihm abzuhängen." Und für Rieder sind Typen, wie sein Kumpel Philipp Hercher einer ist, in der aktuellen Situation des FCK, im Abstiegskampf in der 3. Liga, genau richtig. "Wenn er Druck spürt, setzt er es gerade ins Positive um. Er trifft und macht viele Assists für uns." Und Kenny Redondo pflichtet ihm bei. "Er denkt nicht nach. Er macht einfach. Und das brauchen wir gerade."

Zum Abschalten gibt's Mamas Käsekuchen

Bei allem Stress im Abstiegskampf, den Ausgleich findet Philipp Hercher ja beim Basketball oder bei Mama zu Hause. "Wenn ich nach Hause fahre, dann geht's mir immer gut. Die Mama macht mir einen Käsekuchen und dann weiß ich, ok, jetzt kannst du mal abschalten." Einen ausgeruhten und ausgeglichenen Philipp Hercher können sie in Kaiserslautern aktuell gut gebrauchen.

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