FCK-Spieler jubeln nach 6:0 gegen TSV Havelse (Foto: IMAGO, Imago/Kirchner-Media)

Fußball | 3. Liga

FCK geht mit Lichtblicken in die dunkle Jahreszeit

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REDAKTEUR/IN
Michael Spindler

Der FCK will die 3. Liga so schnell wie möglich verlassen und aufsteigen. Doch statt 2. Liga drohte in der letzten Saison die Viertklassigkeit. Jetzt aber sieht sich der Verein auf einem guten Weg - auch wegen der Investoren.

Nie mehr 3. Liga – zu gerne würden die FCK-Fans diesen Spruch am Ende dieser Saison im Fritz-Walter-Stadion erschallen lassen. Schon viel länger als geplant spielen die Pfälzer in einer Klasse mit Meppen, Verl und Zwickau. Inzwischen ist es bereits die vierte Spielzeit in der Drittklassigkeit. Dabei besteht für Hochmut kein Anlass, denn der FCK hatte viel Mühe, in dieser Liga mithalten zu können. Das schien sich in dieser Saison fortzusetzen. Schlechter Saisonstart, fünf Punkte aus fünf Spielen, den Abstiegsplätzen wieder näher als dem Aufstieg. Der Krisenmodus als Dauerzustand. "Ich habe gedacht, das kann doch nicht sein und hatte echte Sorgen um unser Investment, das Geld verbrannt wird", so Giuseppe Nardi von der Investorengruppe Saar-Pfalz-Invest.

Stimmung zum Positiven gedreht

Trainer Marco Antwerpen war angezählt, das Spiel am 19. September in Verl hinter vorgehaltener Hand ein Schicksalsspiel. Mit dem 2:0 hat die Mannschaft dem Trainer vermutlich den Job gerettet und mit zwei weiteren Siegen direkt danach die Stimmung am Betzenberg gedreht. Drei Siege nacheinander, das gab es lange nicht mehr. Eine Serie, mit der sich der FCK in der Tabelle ins Mittelfeld katapultiert hat und die Aufstiegsplätze wieder in Sichtweite sind. "Für uns stand der Trainer zu keinem Zeitpunkt in Frage und die letzten Ergebnisse zeigen ja auch, dass dazu kein Grund besteht", zeigt sich Nardi nach der jüngsten Erfolgsserie erleichtert.

Investor sichert Unterstützung über Jahre

Natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer und drei siegreiche Spiele machen aus einem Krisenklub noch keinen erfolgreichen Aufsteiger. Das peinliche Aus im Verbandspokal gegen den Fünftligisten aus Mechtersheim hat gezeigt, wie zerbrechlich die jüngste Euphoriewelle ist. Die Sorge der Fans ist immer noch da: Was passiert, wenn der Aufstieg in die 2. Bundesliga auch in den nächsten Jahren nicht gelingt? Wie lange stecken Investoren dann noch Geld in den Klub und wann drehen sie den Geldhahn zu? Giuseppe Nardi kennt diese Bedenken und macht Hoffnung: "Wir werden den FCK auf jeden Fall noch weitere Jahre unterstützen. Es wird nicht an unserem Willen scheitern, dass der FCK keine sportliche Perspektive mehr hat."

Schneller Aufstieg wäre wichtig

Klar ist aber auch, dass das finanzielle Engagement von jetzt schon mehr als 20 Millionen Euro irgendwann Früchte tragen muss. Und das ist nur in der zweiten Liga möglich. "Ich bekomme bei dem Gedanken Gänsehaut, dass wir tatsächlich den Aufstieg schaffen können. Und ich gebe auch zu, dass wir eigentlich mit einem schnellen Aufstieg rechnen und planen. Wir sind trotz des holprigen Saisonstarts zuversichtlich, dass uns da etwas Positives gelingen wird", blickt Nardi in die nähere Zukunft.

Fortsetzung der Erfolgsserie

Das klingt nach Aufbruchstimmung am Betzenberg in diesen Tagen. Mit Zuversicht geht es in die dunklen Herbst- und Wintermonate. Bleibt zu hoffen, dass die Stimmung bis zum Frühling nicht wieder düster wird. Eine Fortsetzung der Erfolgsserie am Samstag gegen Freiburg II wäre schon mal ein guter Anfang.

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