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Der 1. FC Kaiserslautern tritt in der 3.Liga auf der Stelle. Die Unzufriedenheit ist groß. Die Kritik von Mittelfeldspieler Marlon Ritter nach dem unglücklichen Remis gegen Magdeburg beschäftigte den FCK auch in dieser Woche. Trainer Jeff Saibene will die Aussage nicht zu hoch bewerten, sah aber dennoch Gesprächsbedarf mit Spieler und Mannschaft.

Eine Szene die nachhallte. Ein frustrierter Marlon Ritter, kurz nach dem, aus FCK-Sicht, ärgerlichen Remis gegen Tabellennachbar Magdeburg: "Anscheinend sind wir doch schlechter, als wir denken."

Rumms! Die Aussage des Mittelfeldspielers saß und blieb auch Tage danach noch DAS Thema in Fanforen und der Presse. Der Mittelfeldmann hatte mit seiner Aussage einiges in Gang gesetzt.

Saibene beruhigt die Gemüter

Ungewollt, wie FCK-Trainer Jeff Saibene erklärt: "Ich habe das mit ihm unter vier Augen, aber auch mit der ganzen Mannschaft besprochen. Ein, zwei Minuten nach dem Spiel sind die Jungs noch sehr emotional. Da tätigt man dann manchmal solche Aussagen. Er hat das auf die vielen Torchancen bezogen, die wir nicht genutzt haben." Und in Saibenes gewohnt ruhiger Art kam man schnell zu einem Konsens. "Es war ihm dann schnell bewusst, dass das keine gute Aussage war. Und dass sowas extrem viel nach Außen bewirken kann. Wir haben es angesprochen und dann war die Sache auch erledigt."

Videoanalyse als Aufbauhilfe

Trotzdem bleibt auch nach der Kellerpartie gegen den FCM die Unzufriedenheit. Ein Sieg aus zehn Spielen, Tabellen-16. Statt Aufstieg-Abstiegskampf. "Es ist eine Unzufriedenheit da, was die Resultate angeht", gibt Saibene zu. Mit der Art und Weise, wie sich seine Mannschaft vor allem gegen Magdeburg präsentierte, ist der 53-Jährige zufrieden. Einzig die Torausbeute ist und bleibt das große Manko der Pfälzer.

"Wir hatten extrem viele Torchancen und Abschlüsse. Der Frust kommt dann, dass man die Tore nicht macht und dass man nur eins zu eins spielt." Als kleine mentale Aufbauhilfe diente die anschließende Videoanalyse. "Da konnte man sehen, das wir Vieles, Vieles richtig gemacht haben, einen guten Fußball gespielt haben und vor allem sehr wenig zugelassen haben. Das wollte ich den Jungs nochmal klarmachen."

Weckruf zum richtigen Zeitpunkt?

Fakt bleibt aber auch, dass der FCK es wieder versäumt hat, eine Siegesserie zu starten. Die fehlende Konstanz bleibt auch bei Coach Saibene eine Baustelle. Die benötigen die Pfälzer jedoch dringend, um überhaupt wieder Kontakt ins gesicherte Tabellenmittelfeld zu herzustellen. Die Offensive bleibt, auch wenn der Coach die vielen Torchancen seiner Mannschaft hervorhebt, zu harmlos. Im Schnitt erzielt sein Team nicht mal einen Treffer pro Partie. Zu wenig für den Angriff auf die vorderen Plätze.

Das weiß auch Saibene: "Wir müssen auf den letzten 30 Metern zielstrebiger werden. Es können alle Spieler Tore schießen, nicht nur Pourié. Daran muss jeder glauben. Manchmal fehlt der letzte Wille, das Tor auch machen zu wollen."

In Halle sollte der vorhanden sein. Beim HFC gelang den Roten Teufel bislang kein Sieg. "Wir müssen dran bleiben und daran glauben. Wir müssen weiter arbeiten und dann kommt der Erfolg", ist sich der FCK-Coach sicher und versprüht Zuversicht. Vielleicht war die kritische Aussage von Marlon Ritter, ein Weckruf zum richtigen Zeitpunkt

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